Klappt's im zehnten Anlauf? Bundestrainer Löw macht Stark Hoffnungen auf DFB-Debüt

Berlin - Pechvogel, Rekordhalter, Nationalspieler? Niklas Stark erlebt momentan wohl eine der kuriosesten Phasen seiner noch jungen Fußballer-Karriere.

Darf er, darf er nicht? Niklas Stark wird wahrscheinlich gegen Nordirland sein DFB-Debüt unter Joachim Löw geben. (Bildmontage)
Darf er, darf er nicht? Niklas Stark wird wahrscheinlich gegen Nordirland sein DFB-Debüt unter Joachim Löw geben. (Bildmontage)  © dpa/Uwe Anspach

Herthas Abwehrchef wurde im März 2019 erstmals von Joachim Löw in die A-Nationalmannschaft des DFB berufen und wartet seit dem vergeblich auf seinen ersten Einsatz.

Sechs Länderspiele hat er von der Bank aus verfolgt, gegen Argentinien stoppte ihn ein Magen-Darm-Effekt, in Estland machte ihm eine scharfe Tischkante im Team-Hotel einen Strich durch die Debüt-Rechnung und zuletzt verhinderte eine Gesichtsverletzung den Einsatz gegen Weißrussland.

Seit nun neun Spielen wartet der gebürtige Franke vergeblich auf sein Debüt im DFB-Dress und hält somit einen unrühmlichen Rekord.

Nun könnte es heute Abend, im zehnten Anlauf, gegen Nordirland (20.45 Uhr) endlich passieren und Herthas Defensivboss könnte der 106. Debütant in der Löw-Ära werden.

Aber auch am heutigen Spieltag könnte Starks Debüt noch entfallen, denn der Herthaner reiste mit einigen Fragezeichen zum DFB-Team.

Im Spiel gegen RB Leipzig wurde der 24 Jahre alte Innenverteidiger in einem Zweikampf im Gesicht so unglücklich getroffen, dass seine Nase brach. Sein Gesicht ähnelte dem eines Boxers - nach 12 Runden. Deshalb musste Stark auf die ersten Natio-Einheiten verzichten, stieg letzten Donnerstag wieder ein und trainierte mit einer schwarzen Gesichtsmaske.

Fast schon mit einem schlechten Gewissen behaftet, versichert Bundestrainer Löw: "Wenn es irgendwie geht, planen wir, dass er zum Einsatz kommt."

Stark zugute könnte auch der Gegner kommen. "Nordirland hat ja gerade in der Luft Stärken, da muss ein Abwehrspieler in mehr Kopfballduelle, als ihm vielleicht lieb ist. Deswegen warten wir ab, ob er zu 100 Prozent fit und gesund ist", erklärte Löw.

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