Nach Transfer-Ankündigung: Herthas Stark zum FC Bayern?

Berlin - Nach der bitteren Niederlage beim FC Bayern München liegt der Fokus auf dem nächsten Bundesligaspiel gegen den FSV Mainz. Jedoch werden die Vorbereitungen durch kleine Störfeuer aus München gestört. Was ist an dem heißen Bayern-Gerücht rund um Niklas Stark dran?

Lässt er den Worten Taten sprechen? Uli Hoeneß (l.) soll Niklas Stark (r.) nach München holen.
Lässt er den Worten Taten sprechen? Uli Hoeneß (l.) soll Niklas Stark (r.) nach München holen.  © DPA

Nicht nur Pal Dardai war vom Auftritt seiner Mannschaft in München höchst erfreut. Auch Bayern-Trainer Niko Kovac zollte großen Respekt vor der Leistung der alten Dame.

Anscheinend gefiel ihm nicht nur die taktische Ausrichtung des Hauptstadtklubs, sondern auch eine spannende Personalie in Herthas Defensive.

Stunden nach Spielende brachte der Münchener TV-Sender "Sport1" das Gerücht in den Umlauf, dass der Rekordmeister an Innenverteidiger Niklas Stark interessiert sei.

Uli Hoeneß kippte unbeabsichtigt mit seiner interessanten Aussage im Doppelpass ebenfalls Öl ins Transfer-Feuer: "Wir werden sicherlich noch in der Innenverteidigung was machen." Stark würde perfekt ins Bayrische Anforderungsprofil passen.

Vielleicht begann der Verhandlungs-Prozess schon am vergangenen Bundesliga-Spieltag und zeigt eine erste positive Richtung, denn Hoeneß protzte nur einen Tag später beim Doppelpass mit der Aussage: "Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison."

Der U21-Europameister ist mit 23 Jahren noch jung, trotzdem schon erfahren und könnte zukünftig eine ernsthafte DFB-Alternative für Joachim Löw sein. Auf dem Feld brilliert der gebürtige Franke durch Zweikampfstärke, überragendes Kopfballspiel, Schnelligkeit und gute Spieleröffnung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelte sich Stark zum absoluten Leistungsträger der Dardai-Truppe.

Möglicher Nachfolger: Florian Baak (r.) glänzt derzeit in der Youth-League mit guten Auftritten und könnte Niklas Starks (l.) Posten in der kommenden Saison einnehmen.
Möglicher Nachfolger: Florian Baak (r.) glänzt derzeit in der Youth-League mit guten Auftritten und könnte Niklas Starks (l.) Posten in der kommenden Saison einnehmen.  © DPA

Auf Nachfrage von "Sport1" reagierte Stark bezüglich des Bayern-Interesses begeistert: "Das habe nicht ich in der Hand, das müssen andere beurteilen. Alleine damit in Verbindung gebracht zu werden, was ich aber nicht glaube, ist natürlich schon etwas sehr Großes."

Ein klares Bekenntnis hört sich anders an, dennoch ist der Transfer noch lange nicht in trockenen Tüchern.

"Es ist aber nichts da und es ist nicht mein Job, Verbindungen zu schaffen. Ich bin jetzt bei Hertha, ich spiele diese Saison bei Hertha, wir haben viel vor und da liegt das Augenmerk", kommentierte der Innenverteidiger und ließ seine Zukunft offen.

Auch Manager Michael Preetz vermied ein klares Dementi und antwortete: "Das kann ich nicht sagen. Das müssen Sie die Bayern fragen." Von den Verantwortlichen des Rekordmeisters gab es bezüglich des Gerüchts keiner Stellungnahme.

Sicher ist, Hoeneß rief gestern im Doppelpass zur großen Transfer-Offensive auf und forderte, dass etablierte Innenverteidiger wie Mats Hummels sich dem anstehenden Konkurrenzkampf stellen sollen. Während für Stark der Schritt zu den Bayern ein wesentlicher Karrieresprung darstellen würde, müsste die Hertha für passenden Ersatz sorgen.

Der Rechtsfuß ist nicht nur Stabilisator der Hertha-Defensive, sondern besitzt auch ein hohes Standing beim Trainer-Team. Die geeignete Nachfolge könnte (mal wieder) aus dem eigenen Nachwuchs kommen. Mit Florian Baak empfiehlt sich derzeit ein Innenverteidiger mit guten Auftritten in der U23 und erreichte mit der U19 sensationell das Youth-League-Achtelfinale.

Trotzdem müssten die Berliner für die wichtige Position auch externe Lösungen betrachten, denn mit Fabian Lustenberger verlässt ein Defensiv-Allrounder den Verein. Sicherlich würde ein Stark-Abgang zu einem blau-weißen Geldregen führen. Der Vertrag des Franken wurde erst im letzten Jahr bis 2022 verlängert und die Ablösesumme soll deutlich über seinem Marktwert liegen, wie "Sport1" berichtet.

Der Transfer für beide Seiten Sinn ergeben. Während Hertha hätte wieder einen jungen Spieler entwickelt, weitergebildet und teuer verkauft hat, könnte sich der FC Bayern über einen möglichen kommenden deutschen Nationalspieler freuen.

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