Ausstiegsklausel verstrichen: Bleibt Stark jetzt bei Hertha?

Berlin - Der Trainingsauftakt am Montag hätte für Hertha-Fans kaum besser laufen können. Die rund 1000 Zuschauer konnten nicht nur das neue Trikot, Neuzugang Dedryck Boyata und die erste Trainingseinheit unter Ante Covic bestaunen. Nur kurz zuvor gab Hertha die erneute Leihe von Marko Grujic, sowie die Vertragsverlängerung von Ondrej Duda bekannt.

Niklas Stark spielt nun schon seit vier Jahren für Hertha BSC.
Niklas Stark spielt nun schon seit vier Jahren für Hertha BSC.  © DPA

Einziger Wermutstropfen: Valentino Lazaro verlässt nach zwei Jahren Berlin. Den Österreicher zieht es nach Italien zu Inter Mailand. Mit einer Ablöse von 22 Millionen Euro löst der Rechtsverteidiger John Anthony Brooks als Rekordverkauf ab. Der Innenverteidiger wechselte im Sommer 2017 für 17 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg.

Klar ist: Hertha wird noch auf dem Transfermarkt aktiv werden. "Wir schauen in allen Mannschaftsteilen und werden in der Vorbereitung sehen, wo es eventuell noch Bedarf gibt", sagte Michael Preetz. Gerade durch den Einstieg von Lars Windhorst als Investor hat der Bundesliga-Elfte der vergangenen Saison nun ganz andere Möglichkeiten.

"Wir sind nicht in der Lage, den FC Bayern oder Borussia Dortmund anzugreifen, aber unser Rahmen verändert sich", so Herthas Manager weiter und versprach: "Wir werden auch weiterhin sorgfältig arbeiten, wir werden nicht durchdrehen."

Lazaro und Stark feiern vor der Ostkurve den Sieg gegen Bayern.
Lazaro und Stark feiern vor der Ostkurve den Sieg gegen Bayern.  © DPA

Das Transferfenster ist noch bis zum 2. September geöffnet. Es kann sich also noch einiges tun - auch bei den Abgängen. Neben den Leih-Rückkehrern Muhammed Kiprit, Maximilian Pronichev und Alexander Esswein, könnte es auch für Vladimir Darida eng werden.

Bei Niklas Stark sieht die Sache nun etwas anders aus. Die Hertha-Fans mussten in der Sommerpause um den Abwehr-Chef zittern. Der U21-Europameister besaß eine Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen Euro. Diese verfiel jedoch am 30. Juni. Am Mittwoch steigt auch der 24-Jährige ins Mannschaftstraining ein - und bleibt in der Hauptstadt?

Der gebürtige Franke spielt inzwischen schon vier Jahre bei der Hertha und entwickelte sich zum Leistungsträger. Ein Wechsel wäre der mögliche nächste Karriereschritt. Sollte sich tatsächlich ein Top-Club bei den Berlinern melden, dürfte Stark (Vertrag bis 2022) nicht gerade günstiger werden. Bleibt er, ist Hertha mit Boyata, Rekik, Torunarigha und Stark in der Abwehr bestens aufgestellt.

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