Huch! Wieso schwimmt denn da ein Nikolaus durchs Aquarium?

Tönning - Ist er das wirklich? Ja, richtig gesehen! In diesem Aquarium ist ein Nikolaus umschwärmt von Haien, Rochen und Seewölfen getaucht.

Richtig gesehen! Da schwimmt ein als Nikolaus verkleideter Taucher im Aquarium.
Richtig gesehen! Da schwimmt ein als Nikolaus verkleideter Taucher im Aquarium.  © Carsten Rehder/dpa

Das war die Generalprobe für den traditionellen Nikolaus-Besuch bei den Fischen im Multimar Wattforum, sie hat problemlos geklappt.

Ein Taucher mit weißem Rauschebart und Zipfelmütze mit einem gut gefüllten Sack voller Leckereien stieg in das 250.000 Liter-Aquarium hinab.

Dort warteten am Montag schon über 71 Meerestiere auf kleine Happen von Kalmaren, Sprotten, und Heringen. Der eigentliche Nikolaus-Tauchgang erfolgt dann am 6. Dezember.

Die insgesamt zehn Fischarten und ein Hummer stammen aus anderen Aquarien beziehungsweise aus norwegischen Fjorden, wo sie in Kooperation mit einer wissenschaftlichen Station eingesammelt wurden, wie Multimar-Sprecherin Alina Claußen sagte.

Angst vor dem Nikolaus und seinen blubbernden Luftblasen zeigten die Tiere nicht. Sie sind Menschen gewöhnt, denn zwei Mal pro Woche steigt ein Taucher zu ihnen hinab ins Wasser.

Vor den Seewölfen muss der Nikolaus aufpassen

Das ist kein Geschenk! Der Nikolaus füttert einen Nagelrochen.
Das ist kein Geschenk! Der Nikolaus füttert einen Nagelrochen.  © Carsten Rehder/dpa

"Die Fische, die sich eher am Boden des Großaquariums aufhalten wie Steinbutt, Rochen, Katzenhai, und Stör müssen per Hand gefüttert werden", erklärte Claußen.

Das Futter, das zusätzlich von oben ins Becken geworfen wird, werde überwiegend von den frei schwimmenden Fischen Seelaschs und Dorsch gefressen.

Aufpassen muss der Taucher übrigens nur beim Füttern der Seewölfe. Sie besitzen messerscharfe Zähne.

"Die Katzenhaie sind hingegen zurückhaltend und vorsichtig bei der Fütterung", sagte Claußen.

Das ungewöhnliche vorweihnachtliche Schauspiel hat Tradition im Multimar Wattforum.

Dort werden die verschiedenen Lebensräume des Nationalparks Wattenmeer vom Gezeitenbereich bis zum Tiefseebecken nachgebildet.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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