Nils Miatkes Saison für Aue ist gelaufen

Ohne Fremdeinwirkung zog sich der Miatke am Freitag die folgenschwere Verletzung zu.
Ohne Fremdeinwirkung zog sich der Miatke am Freitag die folgenschwere Verletzung zu.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Was für ein Pechvogel! Nils Miatke hat sich im Spiel gegen Ingolstadt das Kreuzband im linken Knie gerissen, zudem ist der Meniskus kaputt. Das Jahr 2015 ist für den 25-Jährigen gelaufen.

Passiert ist es Mitte der ersten Halbzeit: Nach einem Abwurf von Martin Männel ging er zum Ball, drehte sich, blieb aber im Rasen hängen. Das tat schon beim Zuschauen fürchterlich weh.

Miatke wurde ins Helios-Klinikum gebracht. "Dort wurde ich am Abend geröntgt, dann habe ich mir noch schnell einen Termin bei meinem Hausarzt Dr. Ullmann in Erfurt geholt.

Bei ihm war ich schon bei meinem ersten Kreuzbandriss im rechten Knie. Er hat dann die Diagnose gestellt, zu 90 Prozent ist das Kreuzband durch, zudem auch noch der Meniskus kaputt", sagte er geknickt.

Ein Anblick, auf den Fans und Mannschaft bis auf Weiteres verzichten müssen: Nils Miatke im Trikot auf dem Feld.
Ein Anblick, auf den Fans und Mannschaft bis auf Weiteres verzichten müssen: Nils Miatke im Trikot auf dem Feld.

"Ich bin völlig fertig."

Schwillt das Knie nicht noch weiter an, wird Miatke am Dienstag in Erfurt operiert, im Anschluss folgt die lange Reha in seiner Heimat Cottbus.

"Ich werde am Montag nochmal zur Mannschaft fahren, ihr alles Gute für die noch bevorstehenden Spiele wünschen, dann fahre ich zurück nach Erfurt", will er seinen Mitspielern sogar noch Mut im Abstiegskampf machen. Was für ein dufter Typ!

Miatke ist damit der Auer Pechvogel der Saison: Im September laborierte er an einer langwierigen Leistenverletzung, kam erst Mitte November zurück. Voriger Woche auf St. Pauli fehlte er wegen einer Ampelkarte.

"Das ist so verdammt schade für den Jungen, das tut mir in der Seele weh", ärgert sich Präsident Helge Leonhardt über die schwere Verletzung von Nils Miatke.

Aue-Präsident Helge Leonhardt fühlt mit seinem Spieler und ist sich der Bedeutung seines Verlustes durchaus bewusst.
Aue-Präsident Helge Leonhardt fühlt mit seinem Spieler und ist sich der Bedeutung seines Verlustes durchaus bewusst.

"Er ist das, was Aue verkörpert: ein sympathischer Kämpfer vor dem Herren, der das Herz am richtigen Fleck hat."

Miatke ist innerhalb von nur drei Wochen der vierte schwerwiegende Ausfall nach Bobby Wood (Bänderrriss im Knie), Clemens Fandrich (Bänderriss im Fuß) und Arvydas Novikovas (Leiste).

"Das ist schon ein Wahnsinn, dieses Pech kann man gar nicht in Worte fassen. Uns geht immer mehr Substanz verloren", so der Boss.

"Aber da hilft kein Jammern, gerade jetzt sind die anderen Spieler gefordert. Sie müssen in die Bresche springen und das Ruder in den kommenden Wochen herumreißen."

Fotos: Picture Point/S. Sonntag


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