Fußball-Profi hört mit nur 23 Jahren freiwillig auf! Das ist der Grund

Braunschweig - Aus und vorbei! Nils Rütten (23) von Eintracht Braunschweig hängt seine Fußballschuhe freiwillig an den Nagel, um sich auf sein Jura-Studium konzentrieren zu können.

Nils Rütten (zweite Reihe von oben, Dritter von rechts) stand in der Saison 2016/17 in Gladbachs Profikader.
Nils Rütten (zweite Reihe von oben, Dritter von rechts) stand in der Saison 2016/17 in Gladbachs Profikader.  © DPA

Der ursprünglich bis zum 30. Juni 2020 laufende Vertrag wurde auf seine Bitte hin aufgelöst.

"Ich habe mir in den vergangenen Wochen viele Gedanken gemacht und musste eine schwierige Entscheidung treffen. Die ist am Ende für das Studium und gegen den Fußball gefallen. Ich hatte ein sportlich tolles halbes Jahr, das am Ende durch den Klassenerhalt gekrönt wurde. Ich wünsche der Mannschaft alles Gute für die neue Saison und hoffe, dass sie nächstes Jahr weiter oben angreifen kann", so Rütten auf der Braunschweiger Website.

Aufsichtsratsmitglied Tobias Rau fügt ergänzend hinzu: "Nils hat mit seinen Leistungen in der Rückrunde zum Klassenerhalt beigetragen, nicht zuletzt deshalb ist es schade, dass er uns verlässt. Dennoch können wir seine Entscheidung natürlich nachvollziehen und wollten ihm keine Steine in den Weg legen".

Rütten war erst im Januar 2019 von Borussia Mönchengladbach II aus der Regionalliga West zum Drittligisten gekommen.

Der gelernte Innenverteidiger bestritt für die Eintracht zehn Spiele. Vier Mal spielte er durch, auf dem Betzenberg gegen den 1. FC Kaiserslautern kassierte er eine frühe Rote Karte, weshalb er anschließend zwei Partien aussetzen musste.

Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach

Nils Rütten hängt die Fußballschuhe an den Nagel.
Nils Rütten hängt die Fußballschuhe an den Nagel.  © imago images / Eibner

Zuvor hatte er seine fußballerische Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum von Mönchengladbach erhalten.

Dort war Rütten in den Jugend-Bundesligen Stammspieler, auch wenn Verletzungen ihn immer wieder ausbremsten und verhinderten, dass er zu noch mehr Einsätzen kam.

Auch den Übergang in den Männerbereich schaffte der gebürtig aus Würselen stammende Abwehrmann beinahe nahtlos, kam schon in seiner ersten Saison bei Gladbachs Zweiter regelmäßig zum Einsatz und stand auch in den beiden Aufstiegsspielen in die 3. Liga gegen den SV Werder Bremen II auf dem Feld.

In der Saison 2016/17 hatte es den Anschein, als könnte Rütten den Durchbruch in der Bundesliga-Mannschaft packen. Er stand je zweimal in der Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal im Kader von Trainer André Schubert bzw. Nachfolger Dieter Hecking, kam aber nie zum Einsatz.

Dabei überzeugte er in der U23 mit starken Leistungen. Dennoch wurde er in den kommenden zwei Jahren unter Hecking überhaupt nicht mehr bei den Profis berücksichtigt, was den Wechsel nach Braunschweig und Ex-Coach Schubert zur Folge hatte. Gerade, als sein Profistern aufzugehen begann, beschloss Rütten dann, sich auf sein Jura-Studium konzentrieren zu wollen. Eine bemerkenswerte Entscheidung mit viel Weitblick, die er hoffentlich nicht bereut.

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