Niners feiern Klassenerhalt am Grünen Tisch!

Die Niners bleiben zweitklassig, da ist der Jubel groß.
Die Niners bleiben zweitklassig, da ist der Jubel groß.

Von Henry Boss

Chemnitz – Jubel im Lager der BV Chemnitz 99: Die Niners spielen auch in der kommenden Saison in der Pro A - unabhängig vom Ausgang des Heimspiels am Samstag gegen Hamburg.

Grund: Das Spiel bei den finke baskets Paderborn am 13. März, das die Chemnitzer Korbjäger ursprünglich mit 62:69 verloren hatten, wird für die Niners mit 20:0 gewonnen gewertet, Paderborn erhält zudem einen negativen Wertungspunkt.

Warum diese Entscheidung am Grünen Tisch? Das damals für 19.30 Uhr angesetzte Spiel hatte mit 25 Minuten Verspätung begonnen, weil die Anzeigetafel ausgefallen war, was wiederum Auswirkungen auf die 24-Sekunden-Anlage und die Spieluhr hatte.

Die Niners hatten daraufhin noch vor dem Anpfiff form- und fristgerecht einen Antrag auf Spielwertung gemäß § 22 Absatz 1 der Spielordnung eingelegt. Dort heißt es:

BV-Präsident Martin Schuster (li.) und Vize Sven Böttger.
BV-Präsident Martin Schuster (li.) und Vize Sven Böttger.

"Auf Antrag eines beteiligten Spielpartners bei der Spielleitung ist gegen einen Bundesligisten auf Spielverlust zu entscheiden, wenn dieser eine Verzögerung des Spielbeginns von mehr als 15 Minuten verursacht und dies zu vertreten hat.“

Paderborns Antrag, den Chemnitzer Protest abzuschmettern, wurde abgelehnt. Der Verein hat aber noch die Möglichkeit Einspruch einzulegen, die Chancen auf eine Änderung der Entscheidung sind aber gering.

Ausgerechnet dieses Punktgeschenk bringt den Chemnitzer Korbjägern nun einen Spieltag vorm Saison-Halali den Klassenverbleib, während Paderborn den Gang in die Pro B antreten muss.

Reglement hin oder her, einen faden Beigeschmack hat der Einspruch der Niners, schließlich gab es in Paderborn ja doch noch eine sportliche Entscheidung auf dem Parkett.

Niners-Vize Sven Böttger sieht das nicht so: „Wir haben korrekt nach den Statuten gehandelt, hätten den Antrag auf Spielverlust auch eingereicht, wenn wir im tabellarischen Niemandsland gestanden hätten.“

Fotos: Peter Zschage


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