Ninja-Krieger verstört Bahnreisende im Eurocity

Auf Twitter tauchten diese Bilder vom Ninja im Zug nach Budapest auf.
Auf Twitter tauchten diese Bilder vom Ninja im Zug nach Budapest auf.

Von Andrzej Rydzik

Dresden - Sachen gibt‘s... Die Bundespolizei musste am Dresdner Hauptbahnhof jetzt einen Ninja gefangen nehmen. Er hatte zuvor die Bahnreisenden auf der Fahrt von Budapest nach Dresden zu Tode geängstigt.

Durch das Zugpersonal des Einreisezuges EC 172 wurden die Bundespolizisten darüber informiert, dass ein Fahrgast aufgrund seines "äußerlichen Erscheinungsbildes von der Weiterfahrt ausgeschlossen wird“, so Bundespolizei-Sprecher Holger Uhlitzsch.

Was die Beamten auf dem Bahnsteig erwartete, wussten sie nicht. Umso erstaunter waren sie als sie einem Ninja-Krieger gegenüber standen.

Holger Uhlitzsch: „Es war ein ‚waschechter‘ Ninja. Bei dem Fahrgast handelt es sich um einen 34-jährigen Australier. Dieser war von der Kapuze bis zu den Schuhen komplett in schwarz gekleidet und hatte zwei vermeintliche Ninjaschwerter auf dem Rücken.“

Einen Verstoß gegen das Waffenrecht konnte dem Ninja aber nicht nachgewiesen werden. Bei den Schwertern handelte es um zwei Regenschirme!

Den merkwürdigen Aufzug erklärte der Australier den Polizisten folgendermaßen. „Er sei Teil eines großen Spieles mit dem Namen ’Wahrheit oder Pflicht‘. Dabei bekommen die einzelnen Spieler Aufgaben erteilt, die erfüllt werden müssen.

So habe er vorher ein Auto nach Budapest gefahren und dort die neue Aufgabe erhalten, als Ninja in seinen deutschen Wohnort zurückzukehren um anschließend auf einem gleichnamigen Motorrad durch seine Heimatstadt zu fahren“, sagt Uhlitzsch.

Der Ninja sicherte zu, künftig weniger Ärger zu machen - insbesondere in Zügen.

Der als Ninja-verkleidete Mann hat für großes Aufsehen in einem Dresdner Zug gesorgt.
Der als Ninja-verkleidete Mann hat für großes Aufsehen in einem Dresdner Zug gesorgt.

Fotos: Twitter/ Pascal Ziehm, Bundespolizei Dresden


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