So läuft die Bomben-Entschärfung morgen in Nordhausen ab

Vor gut einem Jahr musste eine kritische Fliegerbombe bei Nordhausen gesprengt werden.
Vor gut einem Jahr musste eine kritische Fliegerbombe bei Nordhausen gesprengt werden.  © DPA

Nordhausen - Ausnahmezustand in Nordthüringen: In Nordhausen müssen bis zu 3000 Menschen evakuiert werden.

Bereits im April gab es eine Evakuierung wegen eines Blindgängers in der Thüringer Stadt. Am Sonntag müssen die Einsatzkräfte wieder mit einem Großaufgebot ran.

Doch was liegt da eigentlich in der Erde von Nordhausen? Laut dem Sprengmeister Andreas West handelt es sich um einen 549 Kilogramm schweren Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg . Er befindet sich rund 3,60 Meter unter der Erde.

Gefunden wurde die Weltkriegsbombe letzte Woche auf einem Feld am Rande des Stadtteiles Nord. Im Radius von 800 Metern um den Fundort werde evakuiert, teilte Bürgermeisterin Jutta Kraut (SPD) mit. Um 8.30 Uhr werde man mit der Evakuierung beginnen.

Dafür sind rund 400 Einsatzkräfte im Einsatz. Im Sperrkreis befinden sich unter anderem auch zwei Pflegeheime. Allein dort müssen über 200 Senioren und Pflegebedürftige abtransportiert werden.

Für die Evakuierung stehen unter anderem Shuttlebusse bereit, die die Menschen zum Beispiel in die Turnhalle der Käthe-Kollwitz-Schule bringen werden.

Die Gefahr sei relativ gering, sagen Sprengmeister und Bürgermeisterin übereinstimmend. Die Bombe könne im Idealfall vor Ort entschärft und abtransportiert werden. Da sich in dem Gehäuse ein Messingzünder befinde, wäre dieser leichter entfernbar.

Sollte die Entschärfung nicht gelingen, bringen der Sprengmeister und sein Team den Blindgänger einen Kilometer entfernt auf dem Feld zur Sprengung.

Titelfoto: DPA


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