Vermisster Dackel-Welpe tot: Silvesterlärm war zu viel für sein kleines Herz

Nordhausen - Der heftige Silvesterlärm war einfach zu viel für ihn. Völlig verängstigt wegen der Böllerei lief Zwergdackel Kurt aus dem thüringischen Nordhausen in Panik von zu Hause weg. Zwei Tage suchten seine Besitzer aus dem Ortsteil Salza nach dem Welpen - und konnten ihn am Ende nicht mehr retten.

In der Silvesternacht sind etliche Hunde wegen der Böllerei vor Angst gestorben. (Symbolbild)
In der Silvesternacht sind etliche Hunde wegen der Böllerei vor Angst gestorben. (Symbolbild)  © 123rf.com/ANDREW NORRIS

Kurt wurde nur vier Monate alt. Er ist einer von vielen traurigen Todesfällen, bei denen Tiere Silvester nicht überlebt haben.

Laut "Thüringer Allgemeine" war das Hündchen am Silvestertag entlaufen und wurde Neujahr nur noch tot gefunden.

"Extra angeforderte Spürhunde aus Gera hatten Kurt am Schurzfell nahe des dort befindlichen Hundeplatzes aufgespürt."

Seine Besitzerin geht davon aus, dass der Rüde möglicherweise wegen der Knallerei in Panik geriet und erst einmal ohne Orientierung nach draußen lief, wo es für den kleinen Hund allerdings viel zu kalt war. Die Folge: Offenbar erlitt er einen Herz-Kreislauf-Kollaps, der zu seinem Tod führte.

Kurz nach dem Verschwinden von Kurt sei die Hilfsbereitschaft der Nordhäuser enorm gewesen, viele beteiligten sich - neben Polizei und Feuerwehr - an der Suche nach dem Vierbeiner.

Bitter: Kurt teilt sein trauriges Schicksal mit zahlreichen Artgenossen. Wie die "AG Silvesterhunde" auf Facebook mitteilte, starben wegen der Lärmbelastung Silvester bundesweit mindestens 21 Hunde - und das sind nur die Todesfälle, die die Arbeitsgemeinschaft bislang ermittelt hat.

Titelfoto: 123rf.com/ANDREW NORRIS

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