Blindgänger in Nordhausen erfolgreich entschärft

Wegen solch einer Bombe müssen bis zu 3000 Menschen evakuiert werden. (Symbolbild)
Wegen solch einer Bombe müssen bis zu 3000 Menschen evakuiert werden. (Symbolbild)

Nordhausen- In Nordhausens Innenstadt ist die Evakuierung wegen eines Blindgängers in vollem Gange. "Es verläuft bislang alles problemlos", sagte ein Stadtsprecher.

Die 549 Kilo schwere Bombe britischer Produktion aus dem Zweiten Weltkrieg soll am Sonntag entschärft werden. "Etwa 3000 Menschen, darunter die Bewohner von zwei Altenheimen, müssen ihre Wohnungen im Umkreis von 800 Metern um die Fundstelle verlassen." Die Stadt hat Notunterkünfte eingerichtet. Die Evakuierung der Häuser sollte bis gegen 10.00 Uhr abgeschlossen sein.

Die Bombe soll nach derzeitigen Plänen an Ort und Stelle unschädlich gemacht werden. Sollte sich herausstellen, dass dies nicht möglich ist, muss sie etwa einen Kilometer entfernt auf ein Feld transportiert und dort gesprengt werden.

Jedoch gab sich Sprengmeister Andreas West sichtlich gelassen. Wenn es sich um das britische Modell handle, dass er vermute, dann stünde einer schnellen Entschärfung nix im Wege. Für den Ernstfall stünden zudem 400 Einsatzkräfte bereit. Gegen 13 Uhr rechnet der Sprengmeister mit grünem Licht für die Entschärfung.

Dann müssten jedoch weitere Häuser im Stadtteil Ost entlang dieses Weges evakuiert werden.

Update 11.30 Uhr: Es ist nach Angaben der Stadt der 404. Blindgänger, der seit Kriegsende 1945 in und um Nordhausen gefunden wurde. Die Fachwerkstadt am Südharz wurde von alliierten Bomben stark zerstört. Rund 8000 Menschen starben. Experten gehen davon aus, dass rund 6000 Bomben über der Stadt abgeworfen wurden.

Update 12.50 Uhr: Die Evakuierung ist abgeschlossen. Rund 3000 Menschen mussten ihre Unterkünfte verlassen. Auch zwei Pflegeheime wurden geräumt. Nun werde die Polizei noch einmal mit einem Hubschrauber, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, das Areal überfliegen. Dann könne die Entschärfung beginnen.

Update 15.00 Uhr: Die Entschärfung hat begonnen. Die Kampfstoffexperten legen nun die gesamte Bombe frei. Der Blindgänger befindet sich in einer Tiefe von rund 3,60 Metern. Der hintere Teil des Blindgängers ist bereis freigelegt. Die Arbeit geht nur mühsam voran. Da die letzten anderthalb Meter händisch gegraben werden.

Update 15.40 Uhr: Die 549 Kilogramm schwere Bombe wurde von Sprengmeister Andreas West und seinem Team erfolgreich entschärft. Der Blindgänger kann nun gefahrlos abtransportiert werden. Alle Anwohner des evakuierten Bereiches können nun ihre Wohnungen wieder aufsuchen.


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