32.255 offene Haftbefehle in NRW: Darum werden die meisten gesucht

Düsseldorf - Die Zahl der offenen Haftbefehle ist in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Monaten leicht gesunken.

Blick aus einer Zelle in Köln.
Blick aus einer Zelle in Köln.  © dpa/Oliver Berg

Zum Stichtag am 23. September seien 32.255 Haftbefehle im Fahndungssystem des Landeskriminalamts erfasst gewesen - 2,3 Prozent weniger als am 1. Februar, berichtete das NRW-Justizministerium am Montag dem Rechtsausschuss des Landtags.

Darunter waren 8425 Haftbefehle von verurteilten Straftätern und 4413 Untersuchungshaftbefehle. 19.417 Menschen wurden mit Haftbefehl gesucht, weil sie Geldstrafen nicht bezahlt hatten.

Die Ersatzfreiheitsstrafen sind vielen Justizexperten ein Dorn im Auge, weil sie Haftplätze blockieren mit Menschen, die gar nicht in Haft sollten.

NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) bemühe sich seit Monaten darum, Bagatellstraftaten nicht in Ersatzfreiheitsstrafen führen zu lassen.

Dazu sei aber eine Mehrheit auf Bundesebene erforderlich. Die Gerichte in Nordrhein-Westfalen hatten im vergangenen Jahr dem Strafvollzug reichlich neuen Nachschub verschafft und verhängten 8055 Haftstrafen ohne Bewährung.

Ein Gefängnisflur in Kleve.
Ein Gefängnisflur in Kleve.  © Markus van Offern/dpa

Titelfoto: dpa/Oliver Berg

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