Nato-Übung: 3000 Soldaten in der Ostsee erwartet!

Rostock/Glücksburg - Mit rund 3000 Soldaten aus 18 Nato- und EU-Staaten beginnt am Dienstag in der Ostsee die jährliche Marineübung "Northern Coasts".

Auch Schiffe der Deutschen Marine stechen für den Einsatz in See. (Symbolbild)
Auch Schiffe der Deutschen Marine stechen für den Einsatz in See. (Symbolbild)  © Presse- und Informationszentrum Marine

Die Bundeswehr stellt mit 1300 Soldaten das größte Kontingent und hat auch das Kommando, teilte die Marine mit (TAG24 berichtete).

Geübt werden soll bis zum 18. September in der westlichen Ostsee zwischen Kiel und Bornholm.

In dem Übungsszenario erhebt ein Ostsee-Anrainer Anspruch auf eine der Inseln in der westlichen Ostsee und bedroht damit die Seewege - die Lebensader vieler Bündnispartner, sagte Kommandeur Flottillenadmiral Stephan Haisch im Vorfeld.

Gesteuert wird die Übung aus der Marineoperationszentrale in Glücksburg (Schleswig-Holstein).

Ausgestattet mit einem fiktiven UN-Mandat sollen die 40 Schiffe und ihre Besatzungen die Verteidigung in der Ostsee üben. "Die Ostsee ist aufgrund der Geografie mit vielen Meerengen und Inseln sowie geringen Wassertiefen ein besonders anspruchsvolles Operationsgebiet", sagte Haisch.

Die Deutsche Marine beteiligt sich mit acht Schiffen und einem Seeaufklärungsflugzeug an "Northern Coasts".

Die Übung findet in der Ostsee statt.
Die Übung findet in der Ostsee statt.  © Presse- und Informationszentrum Marine

Update, 14.23 Uhr

"Aus dem maritimen Blickwinkel sprechen wir von der Ostsee als 'die nasse Flanke' unseres Operationsgebiets, die dortigen Seewege sind von großer Bedeutung für uns und unsere Partner", sagte Flottillenadmiral Stephan Haisch, der das Kommando führt.

Die Ostsee sei aufgrund der Geographie mit vielen Meerengen und Inseln sowie geringen Wassertiefen ein besonders anspruchsvolles Operationsgebiet.

Jeder Soldat müsse sein Handwerk im Detail beherrschen, gleichzeitig seien alle auf die enge Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten angewiesen.

"Wir würden nie größere Einheiten in Meerengen operieren lassen, ohne dass zuvor unsere Minenjäger für eine freie Durchfahrt gesorgt haben", erklärte Haisch.


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