Geldregen für Bauern nach Giftnebel-Drama

Landwirtschaftsmeister Nikola Burgeff (51) im Herbst auf einem seiner verseuchten Felder.
Landwirtschaftsmeister Nikola Burgeff (51) im Herbst auf einem seiner verseuchten Felder.

Von Stefan Ulmen

Nossen - Es war der Albtraum von Bio-Bauern und ernährungsbewussten Verbrauchern: Über den Öko-Feldern von Mahlitzsch (bei Nossen) wurde im vergangenen Herbst ein Giftnebel versprüht - große Teile der Ernte waren betroffen!

Ursache: Ein benachbarter Agrarbetrieb hatte beim Versprühen eines Pflanzenschutzgiftes (Herbizid „Echelon“) den Mindestabstand zu den Äckern des Bio-Hofs nicht eingehalten. Finanzieller und Image-Schaden waren groß, monatelang rangen die Mahlitzscher Chefs mit der Versicherung des Verursachers.

Doch nun die gute Nachricht: Von den am Ende rund 70.000 Euro Schaden bekam der Bio-Hof rund neun Monate nach der Chemiekeulen-Attacke jetzt 50.000 Euro Entschädigung. Landwirtschaftsmeister Nikola Burgeff (51): „Es hat sich lange hingezogen und wir wurden oft vertröstet. Aber nun sind wir sehr erleichtert.“

Das Unternehmen (aktuell 35 Mitarbeiter) verzichtete sogar auf 20.000 Euro. Burgeff: „Wir wollten einfach weiterarbeiten. Jetzt hoffen wir auf eine gute Saison und baldigen Regen.“

Weil die Felder versehentlich mit dem Pflanzengift „Echelon“ besprüht wurden, bekam der Hof Mahlitzsch jetzt 50.000 Euro Entschädigung.
Weil die Felder versehentlich mit dem Pflanzengift „Echelon“ besprüht wurden, bekam der Hof Mahlitzsch jetzt 50.000 Euro Entschädigung.

Fotos: Holm Helis


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