Neue Asyl-Notunterkünfte in Meißen und Kamenz!

Hier wurde die Turnhalle der Verwaltungsschule Meißen eingeräumt. Sie soll in den kommenden Tagen wieder leer gezogen sein.
Hier wurde die Turnhalle der Verwaltungsschule Meißen eingeräumt. Sie soll in den kommenden Tagen wieder leer gezogen sein.

Kamenz - Angesichts steigender Zahlen von Asylbewerbern muss der Freistaat neue Notquartiere eröffnen. Nun werden sehr kurzfristig in Meißen und Kamenz Flüchtlinge untergebracht.

Konkret sollen am Freitag in Meißen Asylbewerber in einem Übungsgebäude der Polizei auf dem Kynastweg einziehen. Das Gebäude steht sonst leer. „Geplant sind 160 Betten“, so Ingolf Ulrich (49), Sprecher der Landesdirektion.

Auch Kamenz dient kurzfristig als Ausweichquartier der Erstaufnahmeeinrichtungen. In einer Sporthalle, die vom Polizeisportverein genutzt wird, sollen bis zu 200 Asylbewerber unterkommen.

Die Halle gehört dem Freistaat, so der Sprecher. Der Verein ist Mieter.

"Wir haben ab sofort keine Trainingstätte mehr. Ab dem Freitag, dem 20.02. werden 180 Asylbewerber in unsere Halle einquartiert. Damit ist kein Trainingsbetrieb mehr möglich. Wir lassen uns nicht unterkriegen und halten euch auf dem laufenden. Der Vorstand tut alles dafür, dass es bald wieder weitergeht", schreibt der Verein auf seiner Webseite.

Am Donnerstag wurde dann bereits eine Ausweichtrainingsstätte gefunden. Vertreter des PSV und des Landkreises Bautzen haben sich auf die Nutzung der Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums Kamenz geeinigt.

Bereits Montag kann das Training wie gewohnt fortgesetzt werden.

Bürgermeister und Landräte wurden kurzfristig unterrichtet, so die Landesdirektion. Auch die Anwohner sollen schnellstmöglich informiert werden.

CDU-Landrat Arndt Steinbach kritisierte die kurzfristige Unterbringung hunderter Flüchtlinge im Landkreis Meißen:

"Die Hau-Ruck-Aktionen des Freistaates in einer zweifelsfrei schwierigen Situation mit täglich steigender Zuwanderung gefährden massiv den sozialen Frieden im gesamten Landkreis Meißen."

Laut Innenminister Markus Ulbig (50, CDU) kommen derzeit täglich mehr als 100 Asylbewerber nach Sachsen. Weit mehr als erwartet: „Diese Entwicklung war nicht Gegenstand der regelmäßigen Prognosen, die Bund und Länder miteinander austauschen.“

Laut Innenministerium hat Sachsen in diesem Jahr schon mehr als 2600 Betroffene in der Erstaufnahme untergebracht.

Aus der Mehrzweckhalle der Fachhochschule für Verwaltung in Meißen - ebenfalls Notquartier - ziehen die Asylbewerber gerade wieder aus. Die Turnhalle in der Kaserne in Schneeberg soll am Freitag wieder leer sein.

So berichtete MOPO24 über die Notunterkünfte:

MEISSEN NIMMT KURZFRISTIG MEHR ASYLBEWERBER AUF

SO SCHLIMM LEBEN FLÜCHTLINGE IN SCHNEEBERGER KASERNE

Foto: Christian Suhrbier


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0