Hier kommen 500 Flüchtlinge unter

In der Ernst-Grube-Halle sollen bis zu 500 Flüchtlinge Platz finden.
In der Ernst-Grube-Halle sollen bis zu 500 Flüchtlinge Platz finden.

Leipzig - Erstmals ist in Leipzig eine Sporthalle als Asylnotunterkunft hergerichtet worden.

In der Ernst-Grube-Halle auf dem Gelände der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Uni Leipzig sollen nach Angaben der Landesdirektion Sachsen perspektivisch bis zu 500 Flüchtlinge untergebracht werden.

Die ersten 150 Asylsuchenden sollten am Freitagabend aus Chemnitz kommend eintreffen. Aus welchen Ländern die Flüchtlinge stammen, sei noch unbekannt, so Michael Feist von der Landesdirektion.

Die kurzfristige Entscheidung, die Halle zu diesem Zweck zu nutzen, stieß bei Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) auf heftige Kritik.

"Es gibt und es hätte bessere Lösungen gegeben. Das Innenministerium hätte die Stadt nur einbeziehen und fragen müssen", schrieb Jung aus dem Urlaub auf seiner Facebook-Seite.

THW-Mitarbeiter stellen Klappliegen auf.
THW-Mitarbeiter stellen Klappliegen auf.

Die Stadtverwaltung war erst am Dienstagabend mit einer E-Mail aus Dresden darüber informiert worden, was in der Grube-Halle passieren sollte.

Wie Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz sagte, hat es unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne der Landesdirektion erste rassistische Einträge in sozialen Netzwerken gegeben.

Er kündigte an, dass die Polizei die Streifentätigkeit vor Ort verstärken werde.

Gegen einige Verfasser ausländerfeindlicher Einträge seien bereits Ermittlungen eingeleitet worden.

Fotos: imago


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