Wegen Tierquälerei? Internetnutzer fordern: Priester soll gekreuzigt werden

Nowy Gierałtów - In Polen wollte ein Priester einem jährlichen Brauch folgen, als er auf einem Esel in die Kirche ritt. Das blieb nicht ohne Folgen.

Priester reitet Esel - zu viel für die Tierschützer.
Priester reitet Esel - zu viel für die Tierschützer.  © Screenshot Facebook/Zbigniew Łopusiewicz Burmistrz

Der Vorfall ereignete sich bereits am Palmsonntag, also dem Sonntag vor Ostern, in der Kirche von Nowy Gierałtów. Dass einst auch Jesus an besagtem Tag auf einem Esel nach Jerusalem ritt, wollte der Priester mit seiner Aktion darstellen.

Also galoppierte er recht zackig auf dem Tier namens Franek ins Gotteshaus und stieg vorm Altar wieder ab - begleitet vom Gesang der Gläubigen, berichtet das polnische Nachrichtenportal "Polsat News".

Er tätschelte Franek, der weder erschöpft noch gequält wirkte, noch dankbar, dann wurde das Grautier auch schon wieder nach draußen geführt.

Ein kurzes Video von der kleinen "Showeinlage" landete schließlich bei Facebook. Der frühere Bürgermeisterder polnischen Stadt Stronia Śląskiego in Niederschlesien, Zbigniew Łopusiewicz, hatte es veröffentlicht.

Viele Internetnutzer reagierten sofort und beschuldigten den Priester unter anderem, das arme Tier zu quälen!

Etliche Kommentare sind auch ziemlich beleidigend. So schreibt etwa ein Jacek: "Hier sehe ich zwei Esel, einen mit Fell und Heu im Maul, der andere in einem Kleid mit Heu im Kopf." Gregory findet: "Schade, dass sich der gequälte Esel nicht mitten in der Kirche entleert hat ..."

Richtig fies wird eine Ewa: "Wenn er wie Jesus auf einem Esel reitet, vielleicht kann er auch gekreuzigt werden? Aber ich erwarte seine Auferstehung nicht". Leider fordern das noch zig weitere Leute.

Immerhin spricht sich User Grzegorz für den Priester aus: "Ich habe zwei Jahre in dieser Gemeinde gelebt und dieser Priester zieht Dank seiner vielen originellen Ideen treue und untreue Bewohner und Touristen an. Mit seinem Verhalten hat er seine Berufung schon mehr als einmal unter Beweis gestellt. Wenn jemand negativ über seine Person spricht, kennt er ihn nicht."

In Polen erinnern die Kirchen sehr oft unter Mitwirkung von Tieren an biblische Ereignisse. Der Esel Franek ist so im Laufe der Jahre zu einem lokalen Star geworden. Er lebt auf dem Kirchhof, wo sich Kinder, Studenten und Kardinal Stefan Wyszyński von der Universität Warschau um ihn kümmern.

Titelfoto: Screenshot Facebook/Zbigniew Łopusiewicz Burmistrz


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