Nach NPD-Skandal in Hessen: Abgewählter Ortsvorsteher reicht Klage ein

Gießen/Altenstadt - Der NPD-Politiker Stefan Jagsch (33) hat Klage gegen seine Abwahl als Ortsvorsteher von Altenstadt-Waldsiedlung (Wetteraukreis) eingereicht.

Das Foto aus dem September 2019 zeigt Stefan Jagsch (33) vor dem Gemeinschaftshaus von Altenstadt-Waldsiedlung.
Das Foto aus dem September 2019 zeigt Stefan Jagsch (33) vor dem Gemeinschaftshaus von Altenstadt-Waldsiedlung.  © Andreas Arnold/dpa

Das teilte das Verwaltungsgericht Gießen am Dienstag mit.

Der Kläger wolle erreichen, dass seine Abwahl sowie die Wahl seiner Nachfolgerin für ungültig erklärt werden, berichtete eine Gerichtssprecherin.

Jagsch, stellvertretender Landesvorsitzender der rechtsextremen NPD in Hessen, war im vergangenen September zum Ortsvorsteher bestimmt worden – was für einen Skandal gesorgt hatte (TAG24 berichtete).

Die damals anwesenden Vertreter des Ortsbeirats von CDU, SPD und FDP wählten Jagsch unter anderem mit der Begründung, es habe keinen anderen Kandidaten gegeben.

Nach einer bundesweiten Welle der Empörung setzte der Beirat den NPD-Politiker wieder ab und wählte Tatjana Cyrulnikov (CDU) zur neuen Ortsvorsteherin.

Stefan Jagsch (NPD) klagt: Verhandlungstermin noch unklar

Stefan Jagsch legte dagegen Widerspruch ein, den das Gremium im Januar erwartungsgemäß ablehnte.

Wann die Klage des NPD-Politikers vor dem Verwaltungsgericht verhandelt wird, ist nach Angaben der Sprecherin noch unklar.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa


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