Ganztägiger Warn-Streik: Kitas und Kindergärten bleiben geschlossen

Düsseldorf - Im Awo-Tarifstreit hat Verdi zu einem ganztägigen Warn-Streik am Dienstag aufgerufen. Die Gewerkschaft rechnet mit etwa 1000 Teilnehmern und auch mit geschlossenen Kitas. Viele Eltern müssen umplanen.

Am Dienstag muss in ganz NRW mit geschlossenen Kitas gerechnet werden.
Am Dienstag muss in ganz NRW mit geschlossenen Kitas gerechnet werden.  © RTL

"Mit Kita-Schließungen muss man im ganzen Land rechnen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer am Montag in Düsseldorf.

Auch Senioren-Zentren und anderen Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in NRW sind von dem Warn-Streik betroffen.

Die Awo NRW beschäftigt nach eigenen Angaben landesweit 65.000 Menschen in rund 3000 Einrichtungen, darunter 729 Kitas, 132 Seniorenzentren und 490 Offene Ganztags-Betreuungen.

Mit dem eintägigen Warnstreik will die Gewerkschaft im schwelenden Tarifstreit den Forderungen Nachdruck verleihen.

Streikteilnehmer sollen zu einer Verdi-Kundgebung nach Düsseldorf fahren. Hier ist an dem Tag die zweite Verhandlungs-Runde mit den Arbeitgebern geplant.

Arbeitgeber: Warnstreiks sind "nicht verhältnismäßig"

In dem Tarifstreit will Verdi eine Angleichung der Löhne an das Lohnniveau im öffentlichen Dienst erreichen und fordert daher zehn Prozent mehr Lohn. Die Laufzeit soll 13 Monate betragen.

Die Arbeitgeber haben in der ersten Runde insgesamt sieben Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten angeboten.

In einem Brief an die Mitarbeiter bezeichnete die Geschäftsführung den angekündigten Warnstreik als "nicht verhältnismäßig".

Titelfoto: RTL


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