31 Häftlinge starben 2018 in NRW-Gefängnissen

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr mindestens 31 Gefangene hinter Gittern gestorben.

Die JVA Köln.
Die JVA Köln.  © DPA

Das hat das NRW-Justizministerium in einem Bericht über besondere Vorkommnisse im Strafvollzug an den Landtag mitgeteilt.

Die meisten starben eines natürlichen Todes, elf begingen Suizid.

Der Bericht listet allerdings auch ungewöhnliche Todesfälle auf: So starb in Bochum ein fünffacher Serienmörder bei einem "autoerotischen Unfall": Der Mann hatte sich zwecks Stimulation Stromkabel an seinen Körper angelegt und ans Stromnetz angeschlossen.

In Hagen starb ein Gefangener an einer Legionelleninfektion und in Kleve und Fröndenberg kamen Gefangene durch Zellenbrände in Krankenhäusern ums Leben.

In Werl starb ein Häftling nach einem Angriff auf einen Bediensteten, nachdem er überwältigt und in eine Einzelzelle gebracht worden war.

Wie sich herausstellte, war er herzkrank. In Essen wurde einem Gefangenen eine Medikamentenvergiftung zum Verhängnis.

Am 31. März 2018 waren in Nordrhein-Westfalen insgesamt 758 weibliche Strafgefangene - davon 40 weibliche Jugendstrafgefangene - gegenüber 12.138 männlichen Strafgefangenen - davon 998 männlichen Jugendstrafgefangenen - inhaftiert.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Einige Insassen starben eines natürlichen Todes, elf brachten sich selbst um.
Einige Insassen starben eines natürlichen Todes, elf brachten sich selbst um.  © DPA
Die Anzahl der Insassen in NRW in den letzten Jahren.
Die Anzahl der Insassen in NRW in den letzten Jahren.  © Justizministerium NRW

Titelfoto: DPA

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