Verbrauch steigt: Menschen in NRW geben enorm viel Geld für Heizkosten aus!

Essen/NRW - Die Haushalte in Nordrhein-Westfalen geben überdurchschnittlich viel Geld für das Heizen ihrer Wohnungen aus.

Eine Seniorin sitzt an ihrer Heizung blickt auf die Heizkosten-Abrechnung.
Eine Seniorin sitzt an ihrer Heizung blickt auf die Heizkosten-Abrechnung.  ©  marina113/123rf

Im vergangenen Jahr waren es einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge im Schnitt 7,68 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche - acht Cent mehr als 2017.

Das ist fast ein Euro mehr als der bundesdeutsche Durchschnitt von 6,76 Euro je Quadratmeter und Jahr.

Nur im Saarland waren die Heizkosten mit 9,18 Euro pro Quadratmeter noch höher als in NRW.

Das DIW hat für den "Wärmemonitor 2018" Heizkostenabrechnungen des Essener Energiedienstleisters Ista für bundesweit 300. 000 Haushalte ausgewertet.

Die steigende Heizkosten sind laut DIW eine Folge des zunehmenden Energieverbrauchs, der 2018 bundesweit um zwei Prozent gestiegen sei.

Da die Energiekosten zugleich stagnierten, hätten die Heizkosten je Quadratmeter wegen des höheren Verbrauchs erstmals seit 2013 zugenommen.

In den Jahren zuvor profitierten die Haushalte trotz steigenden Verbrauchs von sinkenden Preisen für Heizöl und Gas.

Verbrauch für Heizenergie bundesweit seit 2015 um sechs Prozent gestiegen

Eine Frau hält ein Heizungsthermostat in der Hand.
Eine Frau hält ein Heizungsthermostat in der Hand.  © 123rf.com/serezniy

Auch innerhalb Nordrhein-Westfalens gibt es laut "Wärmemonitor" deutliche Unterschiede beim Heizen.

Am sparsamsten sind demnach die Haushalte in der Emscher-Lippe-Region mit einem jährlichen Verbrauch von umgerechnet gut 133 Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Die meiste Heizenergie verbrauchen die Bonner mit fast 150 Kilowattstunden je Quadratmeter. Sie hatten mit 8,18 Euro auch die höchsten Heizkosten je Quadratmeter in NRW.

Der Energieverbrauch fürs Heizen steigt laut DIW seit einigen Jahren wieder an. Das sei "ein alarmierendes Signal - vor allem für den Klimaschutz", schreibt Studienautorin Puja Singhal.

Der Verbrauch pro Quadratmeter sei bundesweit seit 2015 um sechs Prozent gestiegen und liege wieder auf dem Niveau des Jahres 2010. Laut DIW wird fast ein Fünftel des Endenergieverbrauchs in Deutschland zum Heizen privater Wohnungen verbraucht.

Titelfoto: marina113/123rf


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