NRW macht wegen der AfD nicht beim Blitz-Marathon mit

Der Blitz-Marathon hat seit 2012 fast schon Tradition in NRW.
Der Blitz-Marathon hat seit 2012 fast schon Tradition in NRW.  © DPA

Düsseldorf - Der europaweite Blitz-Marathon gegen Raser findet am Mittwoch ohne Nordrhein-Westfalen statt.

Grund ist die starke Polizeipräsenz rund um den bevorstehenden AfD-Parteitag und die Gegenveranstaltungen in Köln. Die Polizei will ein Großaufgebot von mehr als 4000 Einsatzkräften einsetzen.

Dadurch seien für eine große Kontrolle von Temposündern zu wenige Beamte verfügbar. "Der Blitz-Marathon wäre deshalb nicht in der gewohnten Weise machbar", hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) bereits vor rund zwei Monaten mitgeteilt.

Dabei hatte NRW 2012 mit der großangelegten Tempoüberwachung im ganzen Bundesland begonnen. Schon am dritten Blitz-Marathon im Oktober 2012 beteiligten sich auch die Niederlande und Niedersachsen.

Inzwischen machen mehrere Bundesländer mit. Bei der letzten Aktion im April 2016 in NRW hatte die Polizei fast 29 000 Temposünder erwischt, rund 900 000 Fahrzeuge wurden kontrolliert.

Zu hohe Geschwindigkeit ist die Hauptursache tödlicher Verkehrsunfälle.

Titelfoto: DPA


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