CDU-Politikerin: "Es geht beim Kopftuchverbot nicht um Religion, sondern um das Kindeswohl"

Berlin/Düsseldorf - Die nordrhein-westfälische Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (37, CDU) bestreitet im ZDF-"Morgenmagazin", dass der Vorstoß der Landesregierung zu einem Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 die Religionsfreiheit tangiert.

Güler hatte erklärt, einem jungen Mädchen ein Kopftuch überzustülpen, sei Perversion. (Bildmontage)
Güler hatte erklärt, einem jungen Mädchen ein Kopftuch überzustülpen, sei Perversion. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

"Es geht hier nicht um religiöse Symbole", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in der Sendung. "Das Kopftuch sollte man auch nach islamischen Brauch erst mit Anfang der Pubertät tragen. [...] Deshalb kann sich auch niemand auf die Ausübung der Religionsfreiheit berufen, wenn die Religion das in diesem Alter noch nicht mal vorschreibt."

Beim Tragen des Kopftuchs nach islamischer Sitte gehe es darum, die Reize der Frau vor Männern zu verhüllen. "Dass Mädchen im Kita- und Grundschulalter die Reize vor Männern verhüllen müssten - genau das sexualisiert das Kind."

Deshalb müsse diese Debatte geführt werden, damit die Mädchen sich frei entfalten könnten - denn es geht schließlich um das Wohl des Kindes. "Wenn eine junge Frau dann sagt 'Ich möchte das Kopftuch tragen', ist das ihr gutes Recht, was wir genauso akzeptieren und respektieren müssen.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, hatte zuvor vor Verboten einzelner Religionssymbole gewarnt.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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