NS-Symbole und Hitlergruß: Was macht dieser Skandalkünstler in München?

München - Die Pinakothek der Moderne in München gibt Einblicke in das Schaffen des Berliner Künstlers Jonathan Meese. Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Bücher und andere Objekte sind dort bis zum 3. März 2019 zu sehen.

Das Werk des Künstlers Jonathan Meese (48) ist umstritten.
Das Werk des Künstlers Jonathan Meese (48) ist umstritten.  © DPA

Am Mittwochabend wird die kleine Werkschau "Die Irrfahrten des Meese" eröffnet.

In der griechischen Sage besteht der Held Odysseus auf seinen Irrfahrten gefährliche Abenteuer und löst geheimnisvolle Aufgaben – um am Ende vielleicht als ein Anderer heimzukehren. Wie ein Odysseus der Gegenwart begibt sich der Künstler Jonathan Meese (*1970 in Tokio, lebt in Berlin) in der Ausstellung auf eine imaginierte Reise mit zahlreichen Stationen.

In Zeichnungen, Bildern und Skulpturen aus über 20 Jahren finden Begegnungen mit unterschiedlichsten ambivalenten Protagonisten und Situationen statt, denen der Künstler in seiner archaischsten Rolle als symbolischer Erlöser und Befreier entgegentritt.

Der 48-Jährige hat einen Ruf als Skandalkünstler. Er sorgte schon öfter für Aufsehen, etwa mit seiner Forderung nach einer Diktatur der Kunst, aber auch mit der Verwendung von NS-Symbolen bis hin zum Hitlergruß. Trotz mehrerer juristischer Verfahren ging Meese bislang allerdings immer straffrei aus, auch weil er erklärte, seine Auftritte seien als Kunst-Performance zu verstehen.

Die Ausstellung wird bis März 2019 in München zu sehen sein.
Die Ausstellung wird bis März 2019 in München zu sehen sein.  © DPA
Mehrere Verfahren gegen Jonathan Meese gingen straffrei aus.
Mehrere Verfahren gegen Jonathan Meese gingen straffrei aus.  © DPA

Titelfoto: DPA


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