Frühere NSU-Kontaktleute bei Rechtsrock-Konzerten aktiv dabei

Erfurt - Einzelne frühere Thüringer NSU-Kontaktleute sind nach Angaben der Landesregierung vor allem bei Rechtsrock-Konzerten noch aktiv.

Immer wieder muss die Polizei bei Konzerten der rechten Szene eingreifen.
Immer wieder muss die Polizei bei Konzerten der rechten Szene eingreifen.  © DPA

Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Raymond Walk hervor, die der DPA schriftlich vorliegt.

Daneben seien namentlich bekannte Personen, die früher Kontakt zu den späteren Mitgliedern des rechtsextremen Thüringer Terrortrios des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) hatten, in der rechtsextremen NPD und in einzelnen Neonazi-Gruppierungen zu finden.

Um wie viele Personen es sich genau handle, könne nicht gesagt werden, heißt es weiter in der Antwort. Ihre Anzahl solle im niedrigen zweistelligen Bereich liegen.

Walk kritisierte, der Verfassungsschutzbericht zeige nur ein unzureichendes Bild des Rechtsextremismus' in Thüringen.

Darin kämen viele Szene-Kleingruppierungen nicht namentlich vor.

Er verlangte zehn zusätzliche Stellen beim Verfassungsschutz. Auch der SPD-Innenminister Georg Maier hatte in der Vergangenheit von mehr Stellen gesprochen.

Titelfoto: DPA

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