Verfassungsschutz-Dame hielt NSU-Zelle für "verwirrte" Wichtigtuer

Beate Zschäpe steht in München für die Verbrechen des NSU vor Gericht.
Beate Zschäpe steht in München für die Verbrechen des NSU vor Gericht.  © DPA

Erfurt - Eine frühere Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes in Thüringen hat vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Landes Selbstkritik geäußert.

Bei der Einschätzung der Gefährlichkeit der rechten Szene in Jena Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre seien dem Nachrichtendienst offenkundig schwere Fehler unterlaufen, erklärte die Frau am Donnerstag in Erfurt vor dem Gremium. Sie hat nach eigenen Angaben jahrelang im Bereich Auswertung des Verfassungsschutzes gearbeitet.

Die Frau schilderte unter anderem, sie habe die späteren NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sowie ihre mutmaßliche Komplizin Beate Zschäpe für "drei Verwirrte" gehalten, "die sich mit ihren Aktionen im Gebiet Jena wichtig machen wollten und Aufmerksamkeit erregen wollten".

Titelfoto: DPA


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