Kölns Oberbürgermeisterin begrüßt NSU-Urteil

Köln - Nach dem Urteil im NSU-Prozess hat sich am Dienstag auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu Wort gemeldet. Das NSU-Terrortrio hatte 2004 eine Nagelbombe in Köln gezündet und 22 Menschen teils schwer verletzt.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos).
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos).  © DPA

Das Oberlandesgericht München hatte die Hauptangeklagte Beate Zschäpe am Mittwoch wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Henriette Reker bezog sich in einer Stellungnahme auf das Urteil. „Ich begrüße es, dass heute die Hauptangeklagte im Prozess zu den Morden und Anschlägen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ zu ihrer gerechten Strafe verurteilt wurde. Dies ist für die Angehörigen der Opfer und für die Überlebenden der Anschläge ein wichtiges Zeichen."

Und weiter teilte sie mit: "Den Opfern und ihren Angehörigen gilt als Oberbürgermeisterin dieser Stadt mein ganzes Mitgefühl."

Reker sieht es als Verantwortung der Kölner Stadtgesellschaft, die Opfer der Anschläge, die durch die diskriminierende Behandlung nach dem Anschlag ein zweites Mal zu Opfern wurden, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Mit Erleichterung haben Betroffene und Anwohner der türkisch dominierten Kölner Keupstraße auf das Urteil im NSU-Prozess reagiert (TAG24 berichtete).

Die Keupstraße in Köln: Hier explodierte 2004 eine Bombe des NSU und verletzte 22 Menschen.
Die Keupstraße in Köln: Hier explodierte 2004 eine Bombe des NSU und verletzte 22 Menschen.

Titelfoto: DPA


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