Fliegerbombe wird zum Katastrophenfall: "Akute Explosionsgefahr"

Nürnberg - Ein Bombenfund hat am Montagvormittag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei in Nürnberg hervorgerufen.

Der Kampfmittelräumdienst vor Ort.
Der Kampfmittelräumdienst vor Ort.  © NEWS5 / Friedrich

Wegen eines Bombenfundes sind im Nürnberger Stadtteil Höfen Evakuierungen mehrerer Gebäude geplant.

Ob es sich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt und um welche Art Sprengkörper, konnten Polizei und Feuerwehr am Montag zunächst noch nicht mitteilen.

Derzeit werde eine Koordinierungsgruppe gebildet. Das Areal um den Fundort im Südwesten der Stadt wurde weiträumig abgesperrt.

Es werde geprüft, ob ein Krankenhaus in der Nähe des Fundortes geräumt werden müsse, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Update 13.20 Uhr: 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe in Nürnberg entdeckt

Die Evakuierung wird nun vorbereitet.
Die Evakuierung wird nun vorbereitet.

Bei dem Sprengkörper handelt es sich um eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit chemischem Langzeitzünder, wie die Stadt am Montag mitteilte.

Das Areal um den Fundort im Südwesten der Stadt wurde weiträumig abgesperrt.

Eine extra für den Einsatz gebildete Koordinierungsgruppe hat laut Mitteilung die sofortige Evakuierung in einem Radius von 1000 Metern angeordnet.

Auch ein Krankenhaus in der Nähe muss geräumt werden.

Update 17 Uhr: "Akute Explosionsgefahr" der Bombe

Feuerwehr-Fahrzeuge stehen auf einer Straße neben einem Gelände, auf dem eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurde.
Feuerwehr-Fahrzeuge stehen auf einer Straße neben einem Gelände, auf dem eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurde.  © DPA

"Wir haben akute Explosionsgefahr", sagte Feuerwehrsprecher Horst Gillmeier. Die Bombe habe einen chemischen Langzeitzünder. "Man kann nicht sagen, wann der explodiert", sagte der Sprecher. Mit der geplanten Entschärfung des 250 Kilogramm schweren Sprengkörpers sollte am späten Nachmittag begonnen werden - der Stadt Fürth zufolge etwa um 17 Uhr.

Dafür werde ein spezielles Werkzeug benötigt, ein sogenannter Wasserschneider, der aus Thüringen angefordert wurde, teilte die Feuerwehr mit. Der Zünder liege ungünstig am Boden, könne aber mit dem Werkzeug abgeschnitten werden.

Alternativ müsse die Bombe kontrolliert gesprengt werden. Um Druckwellen abzuleiten, würden Entlastungsgräben gebuddelt werden. Der Stadt zufolge waren rund 600 Einsatzkräfte vor Ort - darunter Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter des zuständigen Rettungsdienstes.

Die Bombe wurde am Vormittag bei Bauarbeiten an einer Lärmschutzwand in einer zwei Meter tiefen Baugrube entdeckt. In dem Gebiet nahe der Stadtgrenze zu Fürth sind den Angaben der Feuerwehr nach rund 5000 Menschen betroffen - je 2500 in Nürnberg und in Fürth.

Eine Grundschule soll als Sammelstelle in Nürnberg zur Verfügung stehen. In Fürth sind es drei Turnhallen, zu denen Sonderbusse fahren. Auch ein Krankenhaus im Nürnberger Süden musste geräumt werden, rund 70 Patienten waren betroffen.

Außerdem wurden Straßen gesperrt und der Luftraum in 1000 Metern Höhe abgeriegelt. Der Bombenfund sorgte auch für Behinderung im öffentlichen Nahverkehr.

Update 20 Uhr: Sprengung der Fliegerbombe geplant

Der Plan steht: Die in Nürnberg gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll kontrolliert gesprengt werden.

Um 19.25 Uhr hätten die Städte Nürnberg und Fürth vorsorglich den Katastrophenfall ausgerufen, hieß es weiter.

Der Sprengmeister habe nach der Begutachtung des 250 Kilogramm schweren Sprengkörpers festgestellt, dass eine Entschärfung nicht möglich sei. Die Vorbereitungen für die Sprengung würden mindestens zwei Stunden dauern.

Ein Bombenfund sorgt in Nürnberg bereits seit den Mittagsstunden für große Sorge.
Ein Bombenfund sorgt in Nürnberg bereits seit den Mittagsstunden für große Sorge.  © DPA

Titelfoto: DPA

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