Mann bedroht Frau und Kind mit Waffe: Täter trotz Großeinsatz noch auf Flucht

Nürnberg - Im Nürnberger Stadtteil Katzwang ist am Freitagabend ein Familienstreit aus dem Ruder gelaufen: Ein Mann soll seine Frau geschlagen und diese sowie ein Kind mit mindestens einer Schusswaffe bedroht haben.

Das Hochhaus in Katzwang wurde von der Polizei komplett durchsucht.
Das Hochhaus in Katzwang wurde von der Polizei komplett durchsucht.  © News5/Friedrich

Im Anschluss an den Übergriff war der Mann vom Tatort geflohen, die Polizei riegelte das Hochhaus sowie einen Abschnitt des Stadtteils daraufhin mit Spezialeinsatzkräften ab. Dies berichtet NEWS5.

Die Beamten waren zuvor mit zahlreichen Streifenwagen zur Wohnung geeilt, zusätzlich kamen aufgrund der unklaren Lage vor Ort Kräfte des Unterstützungskommandos (USK) Bayerns sowie ein SEK zum Einsatz.

Während das Hochhaus Stockwerk für Stockwerk durchsucht wurde, mussten die restlichen Bewohner selbiges verlassen.

Im Laufe des Einsatzes konnten zwei Schusswaffen sichergestellt werden. In der Wohnung des Verdächtigen fanden die Beamten zudem mehrere Cannabis-Pflanzen.

Eine großangelegte Fahndung, in deren Zusammenhang auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, blieb bislang ohne Erfolg.

Vom Täter fehlt weiterhin jede Spur. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit soll von ihm laut Polizei jedoch nicht ausgehen.

Update 11.35 Uhr: Wie die Polizei am Samstagmittag mitteilte, handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 50 Jahre alten Mann, der sich noch immer auf der Flucht, die er zunächst mit seinem Auto angetreten hatte, befindet. Das Fahrzeug konnte inzwischen sichergestellt werden, in selbigem Befand sich auch eine Schreckschusspistole.

Der aggressive Tatverdächtige hatte im Zuge eines eskalierten Familienstreits seine Ehefrau und die gemeinsame Tochter sowie Nachbarn angegriffen und erheblich bedroht. In der Folge waren in der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei mehrere Notrufe aus der Hauptstraße eingegangen.

Bei seiner Flucht hatte der Mann laut Angaben der Beamten zudem eine Tüte mit einem Revolver sowie einem Gegenstand, der einer Handgranate ähnelte, zurückgelassen.

Kräfte des Bayerischen Landeskriminalamtes waren aufgrund dessen noch am Abend angerückt, um den sprengstoffverdächtigen Gegenstand zu untersuchen. Es konnte jedoch Entwarnung gegeben werden.

Gegen den Flüchtigen wurde von der Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Derzeit werden ihm mehrfache Körperverletzung, Bedrohung sowie Verstöße gegen das Waffen und Betäubungsmittelrecht zur Last gelegt.

Die Polizei musste in Nürnberg nach einem Familienstreit mit einem Großaufgebot anrücken.
Die Polizei musste in Nürnberg nach einem Familienstreit mit einem Großaufgebot anrücken.  © News5/Friedrich

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