Bundesliga-Tor der Nürnberger nicht gegeben: Es geht vor Gericht!

Nürnberg - Die Bundesliga sorgt für Spannung, Tippspiele steigern diese für manche. Der Spaß steht oft aber nicht im Vordergrund. Ein nicht gegebenes Tor des 1. FC Nürnberg gegen Schalke 04 bekommt sogar ein juristisches Nachspiel.

Hanno Behrens (l.) war mit der Entscheidung von Robert Kampka (r.) nicht einverstanden.
Hanno Behrens (l.) war mit der Entscheidung von Robert Kampka (r.) nicht einverstanden.  © DPA

Weil ein Tipper wegen der Aberkennung des 1:0-Treffers von Hanno Behrens (29) seine Wette verlor, verklagte er die Deutsche Fußball Liga auf Schadenersatz. Begründet werde die Klage mit einer unerlaubten Handlung von DFB-Schiedsrichter Robert Kampka (37), sagte ein Sprecher des Amtsgerichts in Nürnberg am Montag.

Der Kläger hatte darauf getippt, dass in der ersten Halbzeit des Kellerduells vom 12. April mindestens ein Tor fällt. Bei dem von FCN-Kapitän Behrens in der 43. Minute erzielten Führungstor entschied Kampka jedoch auf Stürmerfoul. Nach Meinung des Videoassistenten lag aber kein Foulspiel vor.

Weil der Ball vor dem Pfiff des Unparteiischen noch nicht die Torlinie überquert hatte, gab es allerdings keine Möglichkeit für den Videobeweis.

Der Streit mit einem Gegenstandswert von 190,97 Euro befinde sich im schriftlichen Verfahren, der Kläger habe bis zum 22. Juli Zeit, um auf einen Schriftsatz der beklagten DFL zu erwidern, sagte der Gerichtssprecher.

Der Sprecher der Deutschen Fußball Liga, Christopher Holschier (37), bestätigte auf Anfrage den Eingang der Klage. Man sehe aber keine Rechtsgrundlage für die geltend gemachten Ansprüche. Das Schiedsrichterwesen ist beim Deutschen Fußball-Bund angesiedelt.

Hanno Behrens (l.) versuchte alles, hatte mit seinem Protest bei Robert Kampka aber keine Chance.
Hanno Behrens (l.) versuchte alles, hatte mit seinem Protest bei Robert Kampka aber keine Chance.  © DPA

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