Nach Messer-Angriffen in Nürnberg: Verdächtiger festgenommen!

Nürnberg - Nach den Angriffen auf drei Frauen in Nürnberg (TAG24 berichtete) ist ein Verdächtiger am Samstag festgenommen worden.

Die Polizei hat in der ganzen Stadt nach dem Verdächtigen gesucht.
Die Polizei hat in der ganzen Stadt nach dem Verdächtigen gesucht.  © DPA

Ein 38-Jähriger sei seit dem Nachmittag in Untersuchungshaft, teilte die Polizei Mittelfranken am Samstagabend mit. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Wie der "Focus" berichtet, gelte der Mann "aufgrund eines erfolgten DNA-Abgleichs als dringend tatverdächtig".

Weitere Details zum Fall sollen in einer Pressekonferenz am Sonntag mitgeteilt werden.

TAG24 bleibt dran.

Profiler haben bei der Suche geholfen

 Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird an der Pressekonferenz teilnehmen.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird an der Pressekonferenz teilnehmen.

Update 19.30 Uhr:

Nach den Angriffen auf drei Frauen in Nürnberg ist ein Verdächtiger gefasst. Ein 38-jähriger Mann sei aufgrund eines erfolgten DNA-Abgleichs als dringend tatverdächtig festgenommen worden, teilte die Polizei Mittelfranken am Samstagabend mit.

Der Mann sitze seit dem Nachmittag in Untersuchungshaft. Für Sonntagmittag kündigte die Polizei eine Pressekonferenz zu dem Fall an, daran teilnehmen soll auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Der 38-Jährige soll am Donnerstagabend in Nürnberg drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren niedergestochen und schwer verletzt haben. Weil alle Opfer auf dem Nachhauseweg von den Angriffen völlig überrascht wurden, geht die Staatsanwaltschaft in allen drei Fällen von versuchtem Mord aus, wie eine Sprecherin der Anklagebehörde am Freitag gesagt hatte.

Zur Aufklärung der Tat war eine Sonderkommission mit 40 Beamten eingerichtet worden. Auch so genannte Profiler wurden dafür eingeschaltet. Diese Fallanalytiker erstellen anhand der Begehungsweise der Taten ein Profil des Täters. Der mittelfränkische Polizeipräsident Roman Fertinger hatte am Freitag davon gesprochen, dass man "einige Personen im Fokus" habe.

Im Umkreis der drei Tatorte suchten die Beamten nach der Tatwaffe - ein "Stichwerkzeug", wie Bachmann sagte. "Ich würde nicht zwingend das Wort Messer in den Mund nehmen." Möglicherweise habe der Angreifer die Waffe weggeworfen. Er verletzte alle seine Opfer am Oberkörper, sie mussten notoperiert werden.

Das Motiv war zunächst unklar. "Wir können definitiv sagen, dass keine Vorbeziehung zwischen dem Tatverdächtigen und einem der drei Opfer bestand", sagte eine Polizeisprecherin am Samstag.

Titelfoto: DPA

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