Kurioser Prozess um Papierflieger: Hausfrau vor Gericht

Nürnberg - Im Prozess um das Werfen von verbotenen Papierfliegern über den Zaun des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) wird am Freitag (10 Uhr) ein Urteil am Nürnberger Amtsgericht erwartet.

Eine Geldstrafe wollte die Angeklagte nicht zahlen, daher kam es zum Prozess. (Symbolbild)
Eine Geldstrafe wollte die Angeklagte nicht zahlen, daher kam es zum Prozess. (Symbolbild)  © DPA

Die Vorsitzende Richterin hatte am ersten Verhandlungstag Mitte Dezember 2019 einen weiteren Termin angesetzt, weil sie einen weiteren Zeugen hören will (TAG24 berichtete).

Einer 50-jährigen Hausfrau aus Nürnberg wirft die Staatsanwaltschaft vor, gegen das bayerische Versammlungsgesetz verstoßen zu haben.

Obwohl es die Polizei nicht erlaubt hatte, soll sie als Verantwortliche der Kundgebung das Werfen von Papierfliegern mit Botschaften wie "Bleiberecht überall" zugelassen haben.

Weil die Angeklagte sich weigerte, eine Geldstrafe von nach eigenen Angaben 500 Euro zu zahlen, landete der Fall vor Gericht.

Update 12.18 Uhr: Bewährungsstrafe im Papierflieger-Prozess

Im Prozess um verbotene Papierflieger ist eine 50-Jährige wegen Verstoßes gegen das bayerische Versammlungsgesetz verurteilt worden. Die Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 15 Euro setzte die Vorsitzende Richterin beim zweiten Verhandlungstag vor dem Nürnberger Amtsgericht am Freitag zur Bewährung aus. Die Angeklagte hat aber die Auflage, 350 Euro an ein Frauenhaus zu zahlen.

Der Frau wird vorgeworfen, das Werfen von Papierfliegern trotz Verbots erlaubt zu haben. (Symbolbild)
Der Frau wird vorgeworfen, das Werfen von Papierfliegern trotz Verbots erlaubt zu haben. (Symbolbild)  © Tobias Hase/dpa

Titelfoto: DPA


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