Prostituierte beim Sex gefesselt und erwürgt: Gericht fällt Urteil

Nürnberg - Es sind Taten, die noch immer für Entsetzen sorgen: Im Prozess um die Morde an zwei Prostituierten in Nürnberg soll am Montag ab 11.00 Uhr das Urteil gesprochen werden.

In Nürnberg waren zwei Prostituierte in kurzem Abstand getötet worden.
In Nürnberg waren zwei Prostituierte in kurzem Abstand getötet worden.  © DPA

Die Staatsanwaltschaft wirft einem 22-Jährigen vor, Ende Mai 2017 eine 22 Jahre alte Sexarbeiterin erdrosselt zu haben. Knapp zwei Wochen später soll er eine 44 Jahre alte Prostituierte auf die gleiche Weise ermordet haben.

Beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hatte der Angeklagte gestanden, die zwei Frauen getötet zu haben. Zum Tathergang äußerte sich der Deutsche nicht.

Die Anklage forderte in ihrem Schlussvortrag lebenslange Haft. Der Staatsanwalt beantragte, zudem die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Damit könnte der Angeklagte nicht hoffen, nach 15 Jahren entlassen zu werden.

Der Ankläger hielt zudem die anschließende Unterbringungen in der Sicherungsverwahrung für angebracht. Auch der Verteidiger forderte, den 22-Jährigen wegen Mordes in zwei Fällen zu verurteilen. Er beantragte jedoch maximal 15 Jahre Haft wegen verminderter Schuldfähigkeit aufgrund einer psychischen Störung.

Die Leichen waren gefesselt in deren Wohnungen gefunden worden. Laut Anklage ermordete der 22-Jährige die Frauen während des Geschlechtsverkehrs. Danach soll er Betten in Brand gesetzt haben, um Spuren zu verwischen.

Beide Prostituierte wurden von dem Angeklagten ermordet, wie dieser im Prozess gestand.
Beide Prostituierte wurden von dem Angeklagten ermordet, wie dieser im Prozess gestand.  © DPA
Die Staatsanwaltschaft forderte im Plädoyer eine lebenslange Haft sowie anschließende Sicherungsverwahrung für den 22-Jährigen.
Die Staatsanwaltschaft forderte im Plädoyer eine lebenslange Haft sowie anschließende Sicherungsverwahrung für den 22-Jährigen.  © DPA

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