Weniger Sanktionen gegen Empfänger von Hartz IV in Bayern

Nürnberg - Die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger im Freistaat Bayern ist im vergangenen Jahr 2018 auf knapp 61.850 gesunken.

Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hat neue Zahlen vorgestellt. (Symbolbild)
Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hat neue Zahlen vorgestellt. (Symbolbild)  © DPA

Das waren 3734 weniger als im Jahr zuvor, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Pro Monat wurden im Schnitt rund drei Prozent der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sanktioniert.

In 70 Prozent der Fälle kürzten die Jobcenter das Arbeitslosengeld II wegen Meldeversäumnissen - wenn also beispielsweise jemand einen Termin ohne wichtigen Grund nicht wahrnahm.

Dann wurden zehn Prozent des Regelsatzes für drei Monate gestrichen. 14 Prozent der Sanktionen wurden verhängt, weil Leistungsempfänger zumutbare Jobs, eine Ausbildung oder etwa eine entsprechende Weiterbildung ablehnten.

Das Sozialgesetzbuch II schreibt die Sanktionen vor. Bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen kann die gesamte Unterstützung auf Zeit gestrichen werden. Menschen unter 25 Jahren werden stärker bestraft als ältere Leistungsempfänger.

Im letzten Jahr zählte die zuständige Regionaldirektion Bayern im Schnitt rund 300.000 Hartz-IV-Empfänger. Der Regelsatz betrug 416 Euro.

Die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger ist im letzten Jahr 2018 gesunken. (Symbolbild)
Die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger ist im letzten Jahr 2018 gesunken. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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