Nach Horror-Tat an Heiligabend: Haftbefehl gegen mutmaßlichen U-Bahn-Schubser!

Nürnberg - Gegen den 32 Jahre alten Mann, der in Nürnberg an Heiligabend im Rahmen einer Auseinandersetzung einen anderen Mann vor eine U-Bahn gestoßen haben soll, ist von einem Richter ein Haftbefehl erlassen worden.

In Nürnberg ist ein Mann vor eine U-Bahn geschubst worden. (Symbolbild)
In Nürnberg ist ein Mann vor eine U-Bahn geschubst worden. (Symbolbild)

Er sei einem Haftrichter vorgeführt worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Gegen den Mann wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Die Tat hatte für Aufsehen gesorgt.

Zwischen Täter und Opfer soll es in der Nacht zum Mittwoch auf einem Bahnsteig am Nürnberger Hauptbahnhof zu einer Rangelei gekommen sein.

Dabei soll der 32-Jährigen dann den anderen Mann letztlich vor die einfahrende U-Bahn der Linie 2 gestoßen haben.

Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt. Die Feuerwehr musste den 33-Jährigen zunächst befreien, anschließend wurde er von Rettern in ein Krankenhaus gebracht.

Zum genauen Gesundheitszustand konnte der Sprecher am Donnerstag nichts sagen. Aber der Mann lebe. Der Tatverdächtige wurde nach kurzer Flucht von der Polizei gefasst und festgenommen.

Bei der Linie U2 handelt es sich um eine fahrerlose U-Bahn, die in Nürnberg seit mehr als zehn Jahren entsprechend verkehrt.

Immer wieder kommt es auf Bahnhöfen zu derartigen, teils schockierenden Taten. Manchmal sind die Täter geistig verwirrt, mal geschehen die Taten mit Vorsatz, mal infolge von Prügeleien. Ende Juli stieß ein Mann in Frankfurt einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE.

Der Junge starb im Gleisbett, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Am 20. Juli wurde in der niederrheinischen Stadt Voerde eine 34-Jährige von einem 28-jährigen Mann vor eine einfahrende Regionalbahn gestoßen. Die Frau starb in der Folge an ihren Verletzungen.

Die Rettungskräfte mussten den Schwerverletzten zunächst aus dem Gleisbett bergen. (Symbolbild)
Die Rettungskräfte mussten den Schwerverletzten zunächst aus dem Gleisbett bergen. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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