Nun mischt sich der Bischof in die Sachsen-Wahl ein

Dresden - Rund sechs Monate vor der Landtagswahl hat der katholische Bischof von Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers (66), eine "Knister"-Stimmung im Freistaat festgestellt.

Bischof Heinrich Timmerevers (66), hier auf dem "Sachsensofa", einem neuen Gesprächsformat.
Bischof Heinrich Timmerevers (66), hier auf dem "Sachsensofa", einem neuen Gesprächsformat.  © Eric Münch

Er sprach sich aber für Gelassenheit aus - und gegen Belehrung.

"Sachsen hat bewiesen, es kann Demokratie", sagte Timmerevers dem Portal katholisch.de. "Die Sachsen brauchen keine Belehrung, wen sie wählen sollen. Ich möchte die Bürger darin bestärken, das Gute zu sehen und den Blick dafür zu schärfen, was den Menschen Schaden zufügt."

Denn sie hätten sich die Freiheit erkämpft und damit die gemeinsame Verantwortung für dieses Land.

Mit Blick auf mögliche Wahlerfolge der AfD sagte er: "Ich finde es nicht hilfreich, wenn emotionsgeladener Protest sich auf Wahlzetteln niederschlägt."

Am Wahlabend hätten alle Demokraten das Wahlergebnis zu akzeptieren.

"Für mich, und ich glaube auch für sehr viele Christen in unseren Kirchen, ist klar, dass die freiheitliche Demokratie die beste Staatsform ist, die wir haben."

Titelfoto: Eric Münch

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0