Begraben bei lebendigem Leib: Was wurde aus der Hündin?

O'ahu (Insel in Hawaii) - Ein Hundebesitzer hat im Juli dieses Jahres seine schwer kranke Hündin auf der hawaiianischen Insel O'ahu am Strand bei lebendigem Leib begraben. Nach einer bemerkenswerten Genesung hat die Hündin nun ein neues Zuhause gefunden.

Hündin legt beeindruckende Genesung hin

So sieht die Hündin Leialoha heute aus: gesund und glücklich.
So sieht die Hündin Leialoha heute aus: gesund und glücklich.  © Instagram/pawsofhawaii (Fotomontage TAG24)

++ Update vom 26. September 2019

Es sind schockierende Bilder, die die Hündin Leialoha in einem erbärmlichen Zustand zeigen.

Nachdem ihre Retter die lädierte Hündin am 9. Juli 2019 zur Tierrettungsorganisation "PAWS of Hawaii" brachten, begann für die Helfer die eigentliche Arbeit. Zuvor fanden sie den kleinen Hund unter einem Sandhügel in der Nähe eines Strandes.

Anfangs war nicht sicher, ob der Hund die Kraft besitzen würde, wieder gesund zu werden.

Starker Sonnenbrand, Läsionen, fehlendes Fell und blutende Hautstellen am gesamten Körper stimmten die Helfer nicht sehr zuversichtlich.

Doch die Hündin Leialoha, deren Name so viel wie "geliebtes Kind" bedeutet, bewies viel Kraft und einen starken Willen.

Innerhalb eines Monats - hier im Vergleich Juli und August 2019 - hat sich die Hündin bereits regeneriert (Bildmontage).
Innerhalb eines Monats - hier im Vergleich Juli und August 2019 - hat sich die Hündin bereits regeneriert (Bildmontage).  © Instagram/pawsofhawaii (Fotomontage TAG24)

Über die Facebookseite der Tierrettungsorganisation wurden über 7.000 US-Dollar gesammelt, die für ihre Pflege und Behandlung benötigt wurden.

Schon bald fand sich eine Frau, die bereit war, die kleine Hündin in ihrer Familie aufzunehmen. Seither hat sich Leialohas Pflegefamilie dazu verpflichtet, regelmäßig über den Zustand der kleinen Kämpferin zu berichten.

Und die Hündin ist auf den neuen Bildern kaum wiederzukennen! Das weiß-braune Fell ist nachgewachsen und auch das Strahlen ist in die Augen von Leialoha zurückgekehrt.

Auch ihre Pflegemutter meint: "Leialoha ist von der müdesten Erscheinung zu einem sehr aktiven Welpen geworden. Wenn sie wach ist, will sie deine ganze Aufmerksamkeit oder sie jammert nach dir."

Auch die behandelnde Ärztin Dr. Kelly Dowdall-Garberson ist von der Entwicklung begeistert. Bereits nach kurzer Zeit hat sich das Blutbild fast vollkommen normalisiert.

Einer großartigen Zukunft steht der Hündin nun nichts mehr im Weg.

Was zuvor geschah: Besitzer vergrub kranke Hündin einfach im Sand

Ihr Besitzer wollte, dass Leialoha in ihrem "Grab" stirbt.
Ihr Besitzer wollte, dass Leialoha in ihrem "Grab" stirbt.  © Facebook/Screenshot/PAWS of Hawaii

Geteilt wurden die Bilder am 10. Juli auf Facebook von der Tierrettungsorganisation "PAWS of Hawaii". Deren Geschäftsführerin, Ku'ulei Durand, sprach mit dem ABC-Sender "KITV" und sagte über den Besitzer der Hündin:

"Er hatte das Gefühl, dass er ihr Leiden beenden müsste, indem er versuchte, ihr das Leben zu nehmen, anstatt ihr die Hilfe zukommen zu lassen, die sie brauchte."

Die Hündin hatte zahlreiche Wunden und praktisch kein Fell mehr.

"Schwerer Sonnenbrand, Läsionen, geschwollene Gliedmaßen an den Extremitäten - das ist ein Zeichen für eine sehr dehydrierte und sehr schlechte Versorgung", sagte die zuständige Tierärztin Dr. Kelly Dowdall-Garberson.

Diese behandelte Leialoha, nachdem die Hündin gerettet worden war. "20-30 Prozent der Tiere, denen wir helfen, wurden gerettet. Wir arbeiten mit Rettungsgruppen auf der ganzen Insel zusammen", erklärte die Ärztin.

Leialoha erholte sich nur langsam

Die Hündin zeigte sich nach der Rettung sehr scheu.
Die Hündin zeigte sich nach der Rettung sehr scheu.  © Facebook/Screenshot/PAWS of Hawaii

Selbst nach dem Waschen sah Leialoha nicht viel besser aus, da ihre meisten Haare verschwunden sind und ihre Haut mit blutigen Flecken bedeckt ist. Sie hat Schnittwunden an den Vorderpfoten, von denen angenommen wird, dass sie ihr am Strand kurz vor ihrer Rettung zugefügt wurden.

"Der Mann, der sie begraben hat, hat sie angeblich geschnitten", sagte Ku'ulei Durand. Mit einer Strafe für die schweren Misshandlungen muss er auf Hawaii allerdings nicht rechnen.

"Die Durchsetzung von Tiergesetzen ist sehr schwierig, wenn Sie kein Video davon haben, wie das Tier missbraucht wird. Ein Foto und ein Bericht reichen nicht aus", fügte Durand hinzu.

Deshalb konzentrieren sich die Mitarbeiter von "PAWS of Hawaii" jetzt in erster Linie darauf, Leialoha gesund zu pflegen. "Sie ist ein zähes Mädchen, so stark und beeindruckend. Eine großartige Persönlichkeit.

Es ist so wunderbar zu sehen, wie Hunde auch nach einem Tag voller Liebe aus ihrem Schneckenhaus kommen", sagte Durand.

So sah Leialoha am nächsten Morgen aus.
So sah Leialoha am nächsten Morgen aus.  © Facebook/Screenshot/PAWS of Hawaii

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