Mann fällt direkt vor U-Bahn, ein anderer wird zum Helden

Oakland (Kalifornien) - Unglaubliche Bilder liefert eine Überwachungskamera aus Oakland in Kalifornien: Nur eine Sekunde bevor ihn eine U-Bahn überfahren hätte, wurde ein junger Mann von einem anderen gerettet.

Das Überwachungsvideo zeigt die dramatische Szene.
Das Überwachungsvideo zeigt die dramatische Szene.  © YouTube/Screenshot/BARTnewsfeed

Bei dem Retter handelt es sich um John O'Connor, der am Sonntag definitiv zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.

O'Connor, ein Bahnmitarbeiter, half unmittelbar nach dem Football-Spiel der Oakland Raiders am Sonntag gegen 17.20 Uhr (Ortszeit) bei der Kontrolle der Menschenmassen an der Colisuem-Haltestelle, berichtet "CBS".

"Ich stand auf dem gelben Streifen und forderte die Leute auf, zurückzubleiben und schaute zum Lake Merritt, als ich ihn in meinem peripheren Blickfeld fallen sah... und er landete auf den Gleisen", sagte O'Connor. "Alle riefen ihm zu: 'Verlassen Sie die Gleise, ein Zug kommt.'"

Doch statt nichts zu tun und dabei zuzusehen, wie der junge Mann, der in seinen Zwanzigern zu sein scheint, getötet wird, handelte O'Connor geistesgegenwärtig. Er packte den Passanten an seinen Schultern und zog ihn in allerletzter Sekunde mit voller Kraft zurück aufs Gleis.

"Ich dachte, der Zug würde ihn halbieren, ehrlich", sagte O'Connor am Sonntagabend. "Ich wollte diesen Kerl nicht sterben sehen."

Einige US-Medien feiern O'Connor als Helden

Es war Rettung in letzter Sekunde.
Es war Rettung in letzter Sekunde.  © YouTube/Screenshot/BARTnewsfeed

Tony Badilla, der sich auf dem Bahnsteig befand und ein Video nach O'Connors Rettungsaktion drehte, teilte den Clip auf seinem Twitter-Account, der beide Männer kurz nach der Aktion zeigt.

Sichtlich erleichtert ist darin vor allen Dingen der Retter zu sehen. Das Gesicht des Opfers sieht man nicht.

Der gestürzte Mann, der nicht sofort identifiziert werden konnte, wurde einer medizinischen Untersuchung unterzogen, sagte Alicia Trost, eine Sprecherin der Bahn, am Sonntagabend.

O'Connor, der seit 24 Jahren als Bahnmitarbeiter tätig ist, zeigte sich merklich erleichtert und sagte: "Ich habe einfach getan, was ich getan habe. Ich danke Gott, dass ich dort war."

Einige US-Medien teilen diese Bescheidenheit nicht, feiern John O'Connor stattdessen als modernen Helden. In einem sind sich jedoch alle einig: Er war in jedem Fall zu richtigen Zeit am richtigen Ort.

John O'Connor sichtlich erleichtert.
John O'Connor sichtlich erleichtert.  © Twitter/Screenshot/@TonyBadilla

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