Gericht muss entscheiden: Darf Frei.Wild in dieser Stadt auftreten?

Flensburg - Ein in Flensburg geplantes Konzert der umstrittenen Südtiroler Rockband Frei.Wild beschäftigt am Freitagvormittag das Flensburger Landgericht.

Sänger Philipp Burger der Deutschrock-Band Frei.Wild.
Sänger Philipp Burger der Deutschrock-Band Frei.Wild.  © DPA

Der Deutschrock-Gruppe wird von Kritikern eine Nähe zur rechten Szene vorgeworfen, was die Band bestreitet.

Konkret streiten ein Konzertveranstalter und der Betreiber der Veranstaltungshalle darüber, ob der Hallenbetreiber verpflichtet ist, die Flens-Arena für das Konzert am 20. April zur Verfügung zu stellen.

Der Hallenbetreiber erklärte, ein Mietvertrag sei noch nicht zustande gekommen, jedenfalls stehe ihm aber das Recht zu, sich vom Vertrag wieder zu lösen.

Dies sieht der Konzertveranstalter anders. Er beantragt den Erlass einer einstweiligen Verfügung. Ob am Freitag noch eine Entscheidung der 2. Zivilkammer verkündet wird, war zunächst unklar.

Gegen das Frei.Wild-Konzert hat sich viel Widerstand in Flensburg geregt.

Auch für Freitag haben verschiedene Gruppen dazu aufgerufen, ab 10.30 Uhr vor dem Landgericht "bunt und friedlich" zu zeigen, "dass es ein breit getragen Anliegen ist, Nationalismus keine Bühne zu bieten".

Demonstration mit dem Slogan "Kein Bock auf Frei.Wild" gegen die Südtiroler Rockgruppe Frei.Wild im niedersächsischen Aurich.
Demonstration mit dem Slogan "Kein Bock auf Frei.Wild" gegen die Südtiroler Rockgruppe Frei.Wild im niedersächsischen Aurich.  © DPA

Update, 29. März

Kann die umstrittene Südtiroler Rockband Frei.Wild am 20. April wie geplant in der Flens-Arena in Flensburg auftreten oder nicht?

Mit dieser Frage hat sich am Freitag die 2. Zivilkammer des dortigen Landgerichts beschäftigt. Eine Entscheidung soll am Montag, 12.00 Uhr, verkündet werden.

Die Geschäftsführerin des Veranstalters sagte, sie habe nie daran gezweifelt, dass ein Mietverhältnis zustande kommt. Es sei häufig so, dass sie Verträge erst kurz vor Showbeginn bekomme. Wichtig sei der abgestimmte Termin für den Vorverkaufsstart. Diesen habe es gegeben.

Der Hallenbetreiber betonte, er sehe das mit dem Vorverkauf anders. Für ihn sei grundsätzlich ein Vertrag nur dann zustande gekommen, wenn er schriftlich und von beiden Seiten unterschrieben vorliege. Dies sei nicht der Fall gewesen.

Gegen das Frei.Wild-Konzert regt sich viel Widerstand in Flensburg. Der Hallenbetreiber machte wegen der Proteste unter anderem Sicherheitsbedenken geltend.

Der Deutschrock-Gruppe wird von Kritikern eine Nähe zur rechten Szene vorgeworfen, was die Band bestreitet. Am Freitag demonstrierten vor dem Landgericht etwa 20 Menschen mit Plakaten gegen das geplante Konzert und die Band.

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