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Frau Orosz, hinterlassen Sie eine geteilte Stadt?

Dresden - An diesem Freitag ist der letzte Arbeitstag von OB Helma Orosz (61, CDU). Ungewohnt offen spricht sie jetzt bei MOPO24 über ihren Alltag als OB, über ihre Sorgen, Linken, Grünen und SPD die Stadt zu überlassen. Und auch über die Gründe für ihren Rücktritt.

Von Sebastian Günther und Dirk Hein

Dresden - An diesem Freitag ist der letzte Arbeitstag von OB Helma Orosz (61, CDU). Ungewohnt offen spricht sie jetzt in der Morgenpost über ihren Alltag als OB, über ihre Sorgen, Linken, Grünen und SPD die Stadt zu überlassen. Und auch über die Gründe für ihren Rücktritt.

Im Gespräch: OB Helma Orosz (v.l.) und Rathaus- Sprecherin Heike Großmann mit unseren Redakteuren Dirk Hein und Sebastian Günther (Stellvertreter des Chefredakteurs).
Im Gespräch: OB Helma Orosz (v.l.) und Rathaus- Sprecherin Heike Großmann mit unseren Redakteuren Dirk Hein und Sebastian Günther (Stellvertreter des Chefredakteurs).

MOPO24: Der 13. Februar war Ihr letzter großer Auftritt als OB. In Ihrer Rede haben Sie deutlich gemacht, dass Hass und Krieg im Kopf beginnen. Und prompt liefen wieder 500 Nazis durch die Stadt. Hinterlassen Sie eine geteilte Stadt?

Helma Orosz: Nein. Für uns war es ein Teilerfolg, dass am 13. Februar nicht gestört wurde. Die großen Märsche, die es am Anfang meiner Amtszeit gab, finden nicht mehr statt. Das einige Hundert kommen, muss man zur Kenntnis nehmen. Die sich dagegen gewehrt haben, waren viel mehr.

MOPO24: Wie wichtig war der 13. Februar 2015 für Sie?

Helma Orosz: Sehr wichtig. Ich wollte ihn als OB mitgestalten. Am Anfang meiner Amtszeit gab es viel Streit um die Frage, wie wir erinnern. Innerhalb von zwei Jahren haben wir einen Konsens in der Erinnerungskultur und in der Menschenkette als Symbol gefunden. Mit meiner Hilfe haben wir Gräben geschlossen.

OB Helma Orosz stellt sich im MOPO24-Interview ganz privaten Fragen.
OB Helma Orosz stellt sich im MOPO24-Interview ganz privaten Fragen.

MOPO24: Brauchen wir die Menschenkette noch?

Helma Orosz: Dresden hat dieses Zeichen gebraucht. Es ist ein mehrheitlich getragenes Symbol für unsere Stadt. Es ist solange sinnvoll, wie die Bürger noch das Bedürfnis haben, sich einreihen zu wollen - und das haben sie noch.

MOPO24: Was passiert auf Ihren letzten Metern? Sie hatten noch vorgeschlagen, die Stadt solle zukünftig auf einen Bürgermeisterposten verzichten.

Helma Orosz: Das hätte Sinn gemacht. Wir müssen mehr denn je schauen, wo man sparen kann. Einen Bürgermeister einzusparen, hätte eine halbe Million Euro pro Jahr eingebracht. Aber die Stadtratsmehrheit hat andere Pläne.

MOPO24: Was lassen Sie unerledigt zurück?

Helma Orosz: Die Bewerbung Dresdens als europäische Kulturhauptstadt konnte ich nur auf den Weg bringen. Wenn die Dresdner nun darüber diskutieren, bringe ich mich gern ein.

OB Orosz beim MOPO24-Interview in ihrem Amtszimmer. An diesem Freitag ist ihr letzter Arbeitstag: „Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen, als ich meine Entscheidung öffentlich gemacht habe.“
OB Orosz beim MOPO24-Interview in ihrem Amtszimmer. An diesem Freitag ist ihr letzter Arbeitstag: „Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen, als ich meine Entscheidung öffentlich gemacht habe.“

MOPO24: Im Stadtrat gibt es neue Mehrheiten - wie ist Ihr Bauchgefühl, Linken, Grünen und SPD die Stadt zu überlassen?

Helma Orosz: Man muss mit unterschiedlichen Mehrheiten leben. Aber ich glaube, die nächsten Jahre werden für Rot-Rot-Grün zur Schule des Lebens. Jetzt alles anders zu machen,nur um uns zu zeigen, dass wir alles falsch gemacht haben, das schadet Dresden. Die Königsbrücker Straße nicht zu sanieren, sondern weiter Varianten zu prüfen, wirft uns weit zurück. Ich appelliere an die neue Mehrheit: Akzeptiert den Bürgerwillen! Dafür wurden jetzt zwei Bürgerbegehren gestartet.

MOPO24: Haben Sie für beide unterschrieben?

Helma Orosz: Natürlich. In allen Städten um uns herum gibt es verkaufsoffene Sonntage - es fehlen schlicht Gründe, nicht zu öffnen. Dem Willen des Bürgers ist Rechnung zu tragen - und der Stadrat spiegelt den nicht immer wider.

„Am Ende fehlte die Kraft“: OB Helma Orosz über ihre Rücktrittsgründe.
„Am Ende fehlte die Kraft“: OB Helma Orosz über ihre Rücktrittsgründe.

MOPO24: Können wir uns eine Frau Orosz vorstellen, die in ihrem Garten buddelt?

Helma Orosz: Ich habe gar keinen Garten. Ich bin gerne unterwegs, ich möchte wandern, mit dem Auto durch Deutschland fahren. Mit dem Fahrrad soll es nach Hamburg oder Usedom gehen. Dazu hatte ich nie Zeit. Es gab immer Stress, ich war eine Getriebene. Manchmal denke ich bereits jetzt: Es ist neun Uhr, die Sonne scheint - ich will gar nicht aufstehen. Das geht dann endlich.

MOPO24: Worauf können Sie am leichtesten verzichten? Den Streit im Stadtrat oder den Stress?

Helma Orosz: Von jedem etwas. Aber zu wissen, dass kaum ein Wochenende frei ist, war hart. Dieser Job braucht jemanden, der 150 Prozent geben kann. Es fällt mir immer schwerer, die notwendige Kraft zu finden. Ich bin anfälliger geworden. Wenn man das spürt - das hat dieses Amt nicht verdient. Damit bin ich nicht mehr zufrieden.

Helma Orosz am 22. Juni 2008: Mit mehr als 64 Prozent der Stimmen wird sie das erste weibliche Stadtoberhaupt von Dresden.
Helma Orosz am 22. Juni 2008: Mit mehr als 64 Prozent der Stimmen wird sie das erste weibliche Stadtoberhaupt von Dresden.

MOPO24: Wie schwer ist Ihnen diese Entscheidung gefallen?

Helma Orosz: Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen, als ich meine Entscheidung öffentlich gemacht habe. Die Wochen vorher waren ziemlich schwierig. Ich hänge an meinem Beruf, aber die gesundheitlichen Beschwerden häuften sich, und das seit etwa anderthalb Jahren. Zur Kur im Januar merkte ich etwa nach vier Tagen, dass ich wieder schlafen konnte und dass die Magenschmerzen nachließen.

MOPO24: Im Juni wird Ihr Nachfolger gewählt. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten - wer soll es werden?

Das entscheidet der Wähler. Aber dass ich meinen Kollegen Markus Ulbig unterstütze, liegt nahe. Wir schätzen uns. Ich habe mich gefreut, dass er als OB-Kandidat antritt.

6 Jahre und 6 Monate Rathaus-Chefin Helma Orosz

Offen und direkt im Gespräch mit den Dresdnern: die Stadtchefin bei der Juni-Flut 2013 in Laubegast.
Offen und direkt im Gespräch mit den Dresdnern: die Stadtchefin bei der Juni-Flut 2013 in Laubegast.

IHRE TOPS:

+Ihr unbedingter Wille: beim Gestaltenwollen für die Stadt und vor allem beim Kampf gegen ihre Krankheit.

+Die OB war immer volksnah, hat ein offenes und herzliches Wesen.

+Die Menschenkette, die sie 2009 initiierte, 2010 zum ersten Mal stattfand und in diesem Jahr ein großer Erfolg war.

+Projekte wie Umbau Kulturpalast und Kulturkraftwerk Mitte.

IHRE FLOPS:

- Ihr bonbonfarbenes Kostüm beim Besuch des US-Präsidenten Obama 2009. Augen-Aua!

- Sie konnte den Verlust des Welterbe-Titels für den Bau der Waldschlößchenbrücke nicht verhindern.

- Der peinliche Versuch, Wolfram Köhler als Dresdens „Super- Manager“ für Messe und Sport zu etablieren. Scheiterte an einer dürftigen Stadtrats-Vorlage.

- Wegen Rathaus-Schlampereien musste sie mehrfach den Kopf hinhalten

- Anfragen von Stadträten wurden viel zu spät beantwortet.

Ihr bonbonfarbenes Kleid beim Besuch von US-Präsident Obama sorgte für Aufsehen.
Ihr bonbonfarbenes Kleid beim Besuch von US-Präsident Obama sorgte für Aufsehen.

Fotos: Steffen Füssel

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