OB Hilbert: Nehmt Flüchtlinge in Privatwohnungen auf

Dirk Hilbert (44) bittet die Dresdner um Hilfe.
Dirk Hilbert (44) bittet die Dresdner um Hilfe.

Dresden - Die Stadt sucht händeringend nach Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber. Dirk Hilbert (44) hätte gerne, dass die Dresdner Flüchtlinge aufnehmen oder ihre Wohnungen zur Verfügung stellen.

In der Sächsischen Zeitung (SZ) erklärte Dresdens Oberbürgermeister, dass er die Dresdner darum bittet, freien Wohnraum zu melden und als Asylunterkunft zur Verfügung zu stellen.

"Das gibt es ja durchaus häufig: Entweder man hat Wohnungen, die im Moment nicht genutzt werden oder man hat eine große Wohnung und braucht nicht alle Zimmer“, sagt Hilbert in der SZ.

„Häufig haben ältere Leute die Erfahrung schon mal gemacht und nach dem Zweiten Weltkrieg mit Flüchtlingen zusammengelebt.“

Bereits 118 Privatpersonen hätten der Stadt angeboten, Asylbewerber aufzunehmen.

Außerdem sollten alle Vermieter und Ferienwohnungsbesitzer prüfen, ob sie den Wohnraum derzeit nutzen oder ihn als Asylunterkunft der Stadt Dresden anbieten könnten.

Für die Aufnahme von Flüchtlingen in ein privates Zimmmer oder eine Wohnung wird von der Stadt eine Kaltmiete von 5 bis 9 Euro gezahlt. Dieser Satz orientiert sich an den üblichen Hartz-IV-Sätzen.

Derzeit leben 7500 Flüchtlinge in Dresden. Wöchentlich kommen laut Hilbert 100 dazu und für 2016 wird eher mit einem Anstieg gerechnet.

In dieser Art der Unterbringung sieht Hilbert den zusätzlichen Vorteil, dass die Integration der Flüchtlinge schneller geht, da sie sich in einem privaten Umfeld aufhalten.

Wer Wohnraum oder eine Wohnung der Stadt anbieten möchte, kann sich unter folgenden Kontaktdaten melden: projektbuero-asyl@dresden.de oder Tel.: 0351/4881176.

Fotos: Eric Münch, imago


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