Darum kommt OB Reker nicht zur Moschee-Eröffnung

Köln – Bei der feierlichen Eröffnung der Kölner Zentralmoschee am Samstag (29. September) wird Oberbürgermeisterin Reker nicht vor Ort sein. Das Stadtoberhaupt begründete ihre Absage am Mittwochabend.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (61) kommt nicht zur Moschee-Eröffnung (Bild-Montage).
Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (61) kommt nicht zur Moschee-Eröffnung (Bild-Montage).  © Bild-Montage dpa/dpa

In einem Statement zeigte sich Reker enttäuscht über die mangelnde Dialogbereitschaft seitens des Moschee-Trägers DITIB. Gern hätte die Oberbürgermeisterin an der Veranstaltung am Samstag teilgenommen, um auch ein Zeichen für die Kölner muslimischen Glaubens zu setzen.

Leider werde die DITIB ihrer Verantwortung nicht gerecht, der Umgang mit Vertretern der Stadtgesellschaft enttäusche Reker.

"Noch drei Tage vor der Eröffnung ist der Ablauf und unter anderem die Rolle der Stadt Köln völlig ungeklärt", resümierte die Oberbürgermeisterin. Dabei gehe es nicht um sie persönlich, "sondern um den Respekt vor dem höchsten Amt, das die Kölnerinnen und Kölner zu vergeben haben".

Sie bedauere es sehr, dass sie aufgrund der "Gesamtumstände des Besuches des türkischen Präsidenten" der Eröffnung fernbleiben werde und die Stadt Köln damit dort nicht vertreten sein werde.

Die große Ditib-Moschee in Köln soll am Samstag um 14 Uhr mit einer Rede des türkische Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan eröffnet werden (TAG24 berichtete). Zuvor hatte bereits NRW-Ministerpräsident Armin Laschet seine Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt (TAG24 berichtete). Die Erklärung im Wortlaut gibt es hier.

Titelfoto: Bild-Montage dpa/dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0