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Der Wahl-Check! Was wollen die OB-Kandidaten?

Dresden - Am Sonntag stellt Dresden die Weichen für den nächsten Oberbürgermeister. MOPO24 hat alle sechs Kandidaten zu den wichtigsten Themen der Stadt befragt. Den morgigen Wahltag könnt Ihr übrigens in unserem Liveticker verfolgen.
Lara Liqueur, Markus Ulbig, Tatjana Festerling, Stefan Vogel, Eva-Maria Stange oder Dirk Hilbert (v.o.l.): Wer macht am Sonntag das Rennen?
Lara Liqueur, Markus Ulbig, Tatjana Festerling, Stefan Vogel, Eva-Maria Stange oder Dirk Hilbert (v.o.l.): Wer macht am Sonntag das Rennen?

Von Dirk Hein

Dresden - Am Sonntag stellt Dresden die Weichen für den nächsten Oberbürgermeister. MOPO24 hat alle sechs Kandidaten zu den wichtigsten Themen der Stadt befragt.

1. Soll Dresden wieder neue Schulden aufnehmen - wenn ja für was konkret?

Markus Ulbig (51, CDU): „Mit mir wird es keine neuen Schulden im Stadthaushalt geben! Unsere Kinder und Enkel sollen auch in Zukunft in der Lage seine, unsere Stadt politisch selbst noch gestalten zu können - und nicht in unseren Schulden zu ersticken. Das ist für mich Generationengerechtigkeit.“

Eva-Maria Stange (58, "Gemeinsam für Dresden"): „Nein, Dresden soll keine neuen Schulden aufnehmen.“

Stefan Vogel (58, AfD): „Nein, Dresden darf keine Schulden aufnehmen. Ausnahme: Vorfinanzierung von notwendigen Investitionen, die seriös kalkuliert sind und deren Wirtschaftlichkeit und Refinanzierung garantiert werden. Derzeit erkenne ich keine entsprechenden Handlungsbedarf.“

Dirk Hilbert (43,"Unabhängige Bürger für Dresden"): „Die Schuldenfreiheit Dresdens ist zwingend einzuhalten. Mein klares Signal ist: Dresden macht keine neuen Schulden. Sonst steigen automatisch die konsumtiven Ausgaben, und die Stadt gerät in eine gefährliche Schuldenspirale. Wir müssen aber weiter in unsere Schulen investieren, denn Bildung und Wissen ist unser größter Schatz. Dazu fließt weiterhin viel Geld in Sanierung und Umbau großer Kulturbauten wie Kulturpalast und das Kraftwerk Mitte. Bei all diesen Investitionen ist durch die Zinsen und die Tilgung finanziell die Luft zum Atmen überschaubar groß, es gibt keinen Platz für Schulden.“

Lara Liqueur (20, Die PARTEI): „Schulden müssen nicht unbedingt zurückgezahlt werden, wie ich neulich in einem Buch namens „Schulden, die ersten 5000 Jahre“ gelesen habe. Ich verspreche aber allen Dresdner Bürgerinnen und Bürgern, dass ich die Stadt nur für nachhaltigen neoroyalen Luxus, etwa das zu bauende mobile Regierungsschiff MS Lara Gold und neue Lustschlösser verschulden werde. Dresden steht moralisch so tief in der Schuld von Ausländern und Aufklärung, dass das Monetäre da nicht nachstehen darf.“

Tatjana Festerling (51, unabhängig für PEGIDA): „Ein Schuldenaufnahmeverbot ist richtig, die Gelddruckmaschine im Keller der falsche Weg. Bei steigenden Zinsen drohen Lasten, die der Stadt restlos die Luft abwürgen. Es wird zu Entscheidungen kommen müssen, was dringend notwendig und was Luxus ist. An erster Stelle stehen bei mir immer Ausgaben für Kinder, Kranke und Bildung. Mein Vorschlag: Eine transparente „Agenda der Dringlichkeit“ - unter direkter Beteiligung der Bürger - die unter Berücksichtigung der Kassenlage umgesetzt wird.“

2. Braucht Dresden eine neue Woba?

Markus Ulbig: „Dresden wächst, das ist großartig! Für mehr Einwohner und junge Familien benötigen wir in Dresden mehr bezahlbaren Wohnraum. Mit Experten habe ich mein Konzept für 5.000 neue kommunale Wohnungen durchgerechnet. Das werde ich als OB umsetzen.“

Eva-Maria Stange: „Dresden wächst und benötigt in den kommenden zehn Jahren ca. 20.000 neue Wohnungen um den Bedarf zu decken. Der Komplettverkauf der Woba 2006 war ein Fehler. Die Stadt hat damit keine eigenen Wohnungen mehr und somit keine Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Wohnungsmarkt. Zur langfristigen Schaffung bezahlbaren Wohnraums für niedrige Einkommen ist der neue Aufbau einer kommunalen Wohnungsgesellschaft auf städtischen Flächen erforderlich.“

Stefan Vogel: „Nein! Eine Woba kann weder kostengünstiger noch besser (Qualität und Termintreue) Wohnungen bauen oder sanieren, als es private Investoren und Bauherren derzeit und in absehbarer Zukunft ohnehin ausreichend tun. Besseres Zusammenspiel aller für Investoren und Bauherren wichtigen Ämter (Stadtplanungsamt, Umweltamt, ggfs. Amt für Denkmalschutz) und schnellere Planungen und Genehmigen fördern Investorenfreundlichkeit für den Wohnungsbau. Die in Dresden tätigen Wohnungsgenossenschaften leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag für Dresdens Wohnungspolitik.“

Dirk Hilbert: „Ich halte eine neue Woba für betriebswirtschaftlichen Unsinn. Ich rechne mit einer wachsenden Stadt bis 600.000 Einwohner. Darum brauchen wir Wohnungen. Mein festes Ziel ist die Bindung junger Familien an die Stadt, damit sie nicht wegen günstigerer Baulandpreise in Umlandgemeinden abwandern. Ich plane, junge Familien beim Bau oder Kauf eines Eigenheimes bzw. Eigentumswohnung mit städtischen Zuschüssen zu unterstützen. So bauen sie Vermögen auf und bleiben in der Stadt.“

Lara Liqueur: „Zunächst einmal verspreche ich den Dresdnerinnen und Dresdnern 7000 neue Wohnungen - in Pirna und Sednitz. Als neue Woba werde ich eine städtische Schlösserbau-Genossenschaft gründen lassen. Sozialer Wohnungsbau mit royalen Annehmlichkeiten, das muss unser Weg in Dresden sein. In meinen Genossenschaftsschlössern wird der kleine Mann König sein - wenn er seinen Mann stehen kann.“

Tatjana Festerling: „Nein. Kleinteilige Projekte und Genossenschaftswohnungen sind schneller und kosteneffizienter zu realisieren. Dresden muss keine Mega-Baugesellschaft und damit Jobs für zu „versorgende“ Parteifreunde schaffen. Die Stadt hat Grundstücke oder kann sie bei Ausübung des Vorkaufsrechts auch beschaffen. Investoren des sozialen Wohnungsbaus sollten zusätzliche Anreize durch städtische Förderungen erhalten. Und wie immer im Leben: Gefragt sind Kreativität und Mut!“

3. Wie soll die Unterbringung von Asylbewerbern in Dresden zukünftig geregelt werden?

Markus Ulbig: „Die Asylthematik ist eine hoch komplexe Aufgabe. Fest steht: man muss die Menschen so früh und umfassend wie möglich über Unterbringungspläne informieren und den Dresdnern für ihre Fragen auch Ansprechpartner vor Ort geben. Ich bin für möglichst dezentrale Unterbringung. Viele Bürgerinitiativen und unsere Sportvereine leisten in den Stadtteilen wertvolle Arbeit. Fakt ist aber auch: Bewerber ohne Asylanspruch müssen so schnell wie möglich abgeschoben werden.“

Eva-Maria Stange: „Flüchtlinge und Asylbewerber sollen in allen Stadtteilen möglichst dezentral untergebracht werden. Eine Konzentration auf einige wenige Stadtteile wie Gorbitz oder Prohlis ist sozial unverträglich. Die frühe Information und Beteiligung der Bürger eines Stadtteils am Unterbringungskonzept ist mir ein wichtiges Anliegen. Lokale Unterstützernetzwerke will ich stärken.“

Stefan Vogel: „In der Zeit des Asylverfahrens - welches künftig nicht länger als 3 Monate dauern darf - genügen Übergangswohnheime bzw. Sammelunterkünfte. Alle Menschen, deren Asylantrag Anerkennung findet, sollten möglichst umgehend die deutsche Sprache erlernen und beherrschen, eine eigene /dezentrale / Wohnung beziehen und mit einer existenzsichernden Tätigkeit für ihren Lebensunterhalt sorgen. Nur so gelingt erfolgreiche Integration, mit Hilfe zur Selbsthilfe. Personen, deren Antrag abgelehnt wird, haben - da kein weiteres Aufenthaltsrecht - Deutschland umgehend zu verlassen. Wirtschaftsflüchlinge haben keine Zukunft in Dresden und Sachsen. Deren Probleme müssen in den Herkunftsländern gelöst und geklärt werden. Deutschland braucht ein Einwanderungsgesetz.“

Dirk Hilbert: „Die Unterbringung wird immer Kompromisse erfordern. Größtes Problem sind die langen Wartezeiten von Flüchtlingen auf Entscheidung ihres Asylantrages. Ein geregelter Tagesablauf ist wichtig, daher haben wir bereits 100 öffentliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge geschaffen. Die nächsten 100 Beschäftigungsmöglichkeiten sind in Vorbereitung. Ab 2016 soll es 100 weitere Stellen geben. Zudem möchte ich die Wirtschaft als Partner gewinnen.“

Lara Liqueur: „Gut! Und mit einer Vervielfachung leistungswilliger Refugee-Girls and -Boys. Diese können v.a. in den Pegida-förderlichen Stadtbezirken Gorbitz und dem Regierungsviertel sehr viel Testosteron abbauen. Spitzenflüchtlinge werden in der Breite zudem dafür sorgen, dass der degenerierte Genpool der Dresdner endlich die so dringend erforderliche Auffrischung erfährt.“

Tatjana Festerling: „Jedem „echten“ Flüchtling nach Art. 1 der Genfer Flüchtlingskonvention wird geholfen - vorzugsweise in kleinteiligen, dezentralen Unterkünften. Aber es ist illusorisch, dass Europa jedes Jahr Millionen Asylbewerber aufnehmen kann, ohne dass wir in Kürze selber kollabieren. Die Kommunen müssen an der Verteilung der Flüchtlinge durch den Bund mitbeteiligt werden - wie sollen sie sonst angesichts leerer Kassen Planungssicherheit erhalten und Kommunalpolitik nachhaltig gestalten können? Probleme entstehen durch die Asylbewerber, die nach geltendem Recht keinen Anspruch auf Asyl, ja nicht mal auf subsidiären Schutz haben. Daher müssen Anträge schnellstmöglich bearbeitet und abgelehnte und straffällig gewordene Bewerber sofort und konsequent - ohne pseudo-humanitäre Gefühlsduselei - ausgewiesen werden.“

4. Wie soll Dresden mit großen Bauprojekten umgehen - großzügig genehmigen oder gilt die Devise: Wir brauchen nicht jeden Investor?

Markus Ulbig: „Es muss klar sein, dass Investitionen in Dresden gewünscht sind! Wir hier bei uns bauen möchte, den müssen wir auch bauen lassen. Natürlich muss sich der Investor dann auch wie jede an die gesetzlichen Vorgaben halten. Aber er muss sich auch auf politische Entscheidungen verlassen können. Verlässlichkeit ist ein wichtiger Standort-Faktor.“

Eva-Maria Stange: „Bauprojekte müssen im Einklang mit der Stadtentwicklung stehen. Sie sollen mit und nicht gegen die Bürger im Stadtteil entstehen. Hochwasserschutz im Stadtgebiet ist für alle wichtig, nicht nur für die, die dort wohnen. Er muss daher hohe Beachtung auch bei Bauvorhaben finden. Investoren sollten daher mit der Stadt und nicht gegen sie bauen.“

Stefan Vogel: „Investoren müssen gleich behandelt werden und sich auf einmal getroffene Entscheidungen von Verwaltung und/oder Stadtrat verlassen können. Dresden sollte sich um jeden Investor, der eigenes Geld investiert, unternehmerisches Risiko übernimmt, Menschen Arbeit bietet und für sein Tun haftet, bemühen und für dessen Engagement dankbar sein. Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten setze ich mich für großzügigere und schnellere Genehmigungen ein. Jeder Investor soll sich in Dresden willkommen fühlen.“

Dirk Hilbert: „Investoren muss das Rathaus künftig nach Vorbild des Wirtschaftsservices für gewerbliche Vorhaben bereits vor ihrem Bauantrag beraten und auf dem Ämterweg begleiten.“

Lara Liqueur: „Als Freundin der Dialektik kann ich darauf klipp und klar antworten: Mir sind alle Investoren recht, die helfen, mich und Die PARTEI an die Macht zu bringen. Globus hat uns für zwanzig Kästen lausiges Feldschlößchen-Bier gekauft, weshalb ich die Globus-Marina, den größten Shoppinghafen auf dem Globus, bauen werde. Einen Spaßfahrradverleih, der unsere Anfrage zum Unterschriftensammeln ignoriert hat, werde ich dagegen aus der Stadt werfen. Ansonsten sind mir Investoren recht, die, wenn schon scheußlich, dann wenigstens so scheußlich bauen, dass dies Touristen anzieht.“

Tatjana Festerling: „Dresden muss Investoren freundlich sein. Es spricht sich herum, dass politische Entscheidungsprozesse in Dresden ewig dauern und das Ergebnis unter Umständen nicht mal verlässlich ist. So etwas schreckt nicht nur Investoren, sondern auch Unternehmen, potientielle Neuansiedler und Forschungseinrichtungen ab. Und natürlich muss ein Investor auch in kultureller Hinsicht zu Dresden passen, einseitige Abhängigkeitsverhältnisse zu Geldgebern aus arabischen Staaten dürfen nicht entstehen. Die Hafencity, Marina Garden und Globus sollen unter Berücksichtigung des Hochwasserschutzes gebaut werden.“

5. Marketing: Wie kann sich Dresden besser verkaufen?

Markus Ulbig: „Unsere Stadt ist bereits Touristenmagnet. Wir müssen aber noch mehr mit unseren Pfunden wuchern und uns besser nach Außen verkaufen. Wer weiß schon, dass wir bundesweit Forschungshauptstadt sind? Jenseits des Stadtzentrums denke ich dabei auch an Dresden-Hellerau, unser großartiges Hygiene-Museum und das neu gestaltete Militärhistorische Museum. Einnahmen aus der beschlossenen Beherbergungssteuer sollen zweckgebunden das Budget der DMG erhöhen.“

Eva-Maria Stange: „Das weltweite Marketing für Dresden ist auszubauen. Dresden ist ein lebenswerter hochkompakter Wissenschafts- und Kulturstandort, mit einem hohen Potenzial an Kreativität, Fachkräften und Lebensqualität. Wirtschaftsansiedlungen und die Anwerbung internationaler Wissenschaftler erfordern aber auch die Weltoffenheit und Toleranz, die Menschen einlädt, zu uns zu kommen. Das Marketingkonzept soll überprüft und - wenn erforderlich - auch mit mehr Geld auszustatten.“

Stefan Vogel: „Dresden muss sich mit vergleichbaren deutschen Städten im Wettbewerb messen lassen. Bei diesem Vergleich ist derzeit die DMG unterfinanziert. Das muss sich ändern. Tourismus ist zweitwichtigster Wirtschaftsfaktor in Dresden (24.000 Beschäftigte, eine Milliarde Euro Jahresumsatz). Ein neu zu installierendes zentrales Eventmanagement muss Dresden besser vermarkten.“

Dirk Hilbert: „Ja, es ist mehr notwendig, um die Stadt besser zu verkaufen. Das ist mehr Geld, aber auch bessere und effizientere Prozesse im Haus als auch in der DMG. Wenn wir eine bessere Anbindung Dresdens erreichen wollen, müssen wir in den Destinationen mehr tun. Da ist nicht nur mehr Geld gefragt, sondern kreative Lösungen.“

Lara Liqueur: „Dresden kann vor allem endlich wieder schönere Fassaden erstellen und sich der Welt royal präsentieren. Pracht, Prunk und Prasserei - dieser Dreiklang wird bei mir Chefsache sein. Die Dresden Marketing GmbH werde ich unter gleichem Namen dem maroden Leipzig verkaufen.“

Tatjana Festerling: „Nein, „mehr Geld“ ist immer die simpelste Lösung. Ideen entstehen in kreativen und frei denkenden Köpfen und nicht durch Budgeterhöhungen. Die jungen, grün-bunten Multikulti-Viertel gibt es überall, eines der vielen Alleinstellungsmerkmale Dresdens sind die gastfreundlichen, mutigen Menschen. Das derzeitige Prospektmaterial und die Berichterstattung der Dresdner Presse scheinen nicht mehr so ganz mit dem Selbstverständnis der Bürger übereinzustimmen. Fragen wir doch mal die Dresdner, was sie an ihrer Stadt lieben und sehen sie als Botschafter ihrer Stadt. Dresden kann Vorbild für selbstbewussten, modernen Patriotismus und eine bewältigte Vergangenheit sein.“

6. Bürgerbeteiligung: Wie wollen Sie die Dresdner motivieren weiter mitzustimmen?

Markus Ulbig: „Wenn der Rot-Rot-Grünen-Mehrheit im Stadtrat Bürgerbeteiligung wirklich wichtig wäre, würden die Dresdner am Sonntag auch darüber abstimmen. Bürgerentschiede zu zentralen Themen unserer Stadtentwicklung halte ich nach wie vor für sinnvoll. Als OB werde ich alle Ortsamtsbereichen mit eigenen „Stadtteilbudgets“ ausstatten. Damit können in den Stadtteilen und Ortschaften lokale Projekt, wie bspw. Spielplätze eigenständig, schnell und unbürokratisch umgesetzt werden.“

Eva-Maria Stange: „Bürgerbeteiligung beginnt mit der frühen Information und Beratung mit den Dresdnerinnen und Dresdnern über zu lösende Probleme und Vorhaben im Stadtteil bzw. in der Stadt. Im Rahmen von Bürgerversammlungen und Stadtteilrundgängen bzw. -gesprächen will ich als Oberbürgermeisterin so oft wie möglich vor Ort sein und auch Bürgermeister und Stadtverwaltung dazu auffordern. Bürgerinitiativen sind wichtige Formen des demokratischen Engagements, die auch von Politik und Verwaltung ernst zu nehmen sind. Ein Bürgerentscheid ist rechtlich geregelt. Dazu gehört auch, dass eine bestimmte Anzahl von Unterstützern für dessen Erfolg erforderlich ist.“

Stefan Vogel: „Abstimmungen müssen so erfolgen, dass die Vorgaben und Ergebnisse juristisch nicht beanstandet werden können. Noch wichtiger sind Themen, die möglichst alle Bürger dazu motivieren, sich an Abstimmungen zu beteiligen. Bürgersprechstunden im Rathaus, in den Ortsämtern und Ortschaften müssen fester Bestandteil der Bürgerbeteiligung sein.“

Dirk Hilbert: „Grundsätzlich bin ich für eine höhere und bessere Bürgerbeteiligung. Sie sollte nicht die Ausnahme sein, sondern eher die Regel. Die Dresdner sollten vorrangig bei für die Stadt wesentlichen Fragestellungen mitentscheiden können. Ich setze mich darum ein für regelmäßige vom Stadtrat angeschobene Ratsbegehren zu wichtigen Stadtthemen. Außerdem richte ich als Oberbürgermeister regelmäßige Bürgersprechstunden ein im Rathaus und in den Ortsämtern. Zudem setze ich auf das Internet als modernes Kommunikationsmittel mit den Einwohnern. Wer mir als Bürger seine Fragen oder Sorgen schreibt, bekommt auch von mir eine persönliche Antwort.“

Lara Liqueur: „Die Dresdner Bürger sind rational und intellektuell meilenweit davon entfernt, an politischen Entscheidungen beteiligt werden zu können. Mir graut schon vor dem täglichen Unterschriftsmarathon für die Beförderungsvorlagen meines Mitarbeiterstabs. Daher möchte ich jeden ausdrücklich demotivieren, sich an meinen Dienstgeschäften beteiligen zu wollen. Stattdessen verspreche ich jedem Dresdner Bürger und jeder Dresdner Bürgerin 7x24h städtische Shoppingbetreuung pro Woche. Vollbeschäftigung in Job und Freizeit, damit kommt niemand mehr auf irgendwelche Gedanken, und ich kann mich in Ruhe meinen Beauty- und Lifestyle-Projekten widmen.“

Tatjana Festerling: „Die direkte Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene muss gestärkt werden, damit Politik wieder glaubwürdig und akzeptabel wird. Dresden sollte hier in Sachsen die Initiative ergreifen und die Vorreiterrolle einnehmen. Reine Interessen-Clübchen sind der falsche, weil einseitiger Weg. Bereits in den Planungsphasen großer Vorhaben muss für breite Bürgerbeteiligung geworben werden, unumkehrbare Schicksalsfragen der Stadt sollten grundsätzlich von Bürgern entschieden werden. Ein offener „Marktplatz der Ideen“ kann viele Impulse liefern.“

7. Pförtnerampeln, mehr Tempo-30-Zonen, Autos raus aus der Innenstadt - Ja oder Nein?

Markus Ulbig: „Nein. Ich setze auf ein partnerschaftliches Miteinander aller Verkehrsträger. Eine Diskriminierung der Autofahrer wird es mit mir nicht geben.“

Eva-Maria Stange: „Pförtnerampeln sind keine bevorzugte Maßnahme, da das Problem nur vor die Tore der Stadt verlagert wird. Eine angemessene Temporegulierung sowie die Sperrung bestimmter Teile der Innenstadt für den Autoverkehr können zur Umweltentlastung beitragen. Dresden ist eine wachsende Stadt, mit allen Problemen der Umweltgefährdung, die es zu beachten gilt. Das gilt besonders durch die Lage im Elbtal. Den Umweltverbund von ÖPNV, Fahrradfahren und Fußgängern will ich stärken und damit können auch Einschränkungen des Autoverkehrs einhergehen.“

Stefan Vogel: „Pförtnerampeln verlagern Staus und dürfen nur begründete Ausnahmen sein. Eine allgemeine Forderung nach mehr 30- Zonen lehne ich ab. Wo 30-Zonen sinnvoll und praktikabel sind, sollten diese eingeführt werden. Wer „Autos raus aus der Stadt“ fordert, sollte bitte sinnvolle und bessere Alternativen anbieten. Autos, ÖPNV, Fahrräder und Fußgänger gehören alle in und zu einer Stadt und sollten in gegenseitiger Rücksichtnahme gut miteinander leben können.“

Dirk Hilbert: „Pförtnerampeln - diese gibt es und erfüllen auch ihren Zweck. Ihr Nutzen für die Luftreinhaltung gesamtstädtisch ist überschaubar. Verkehr - egal welcher - muss nun mal fließen und nicht stehen. Tempo30-Zonen - pauschale Frage gibt eine pauschale Antwort: Wenn der Nutzen höher als der Aufwand ist, ja! Autos raus aus der Innenstadt - das sind platte Forderungen, wenn wir die die Innenstadt verdichten, was absolut sinnvoll ist, denn es gibt kürzere Wege, die Netze (ÖPNV, Energie, Wasser etc.) werden besser ausgelastet, dann bekommen wir auch mehr Autos in die Stadt - es kann ja keiner einem anderen verbieten, ein Auto zu nutzen. Der eine fährt auf Arbeit, der andere die Kinder zum Musikunterricht oder zum Sport, der Dritte pflegt seine Eltern.“

Lara Liqueur: „Ja, zu allem, was den Verkehr in der Stadt anregt. Ja zu Pförtnerampeln mit gutaussehenden Pförtnern. Ja auch zu einem individuellen Tempolimit nach oben bzw. unten: Wer schnell zu einem ONS will, der muss rasen; wer mit einer Fußgängerin flirten will, muss dagegen langsam fahren. Autos sind ein besseres Verkehrsmittel als Fahrräder und Schuhe und dürfen deshalb natürlich in der City bleiben.“

Tatjana Festerling: „Klares Nein zur grünen Umweltzone und der damit verbundenen Bevormundung. Dann kommen irgendwann nur noch Touristen aus anderen Umweltzone-Städten... Dresden ist bereits eine Fahrradstadt, in der Verkehrspolitik müssen der Ausbau von Radwegen und ein hochattraktiver ÖPNV (z.B. durch Taktverdichtungen) ganz oben auf der Agenda stehen. Gegen zu viele Autos sind auch Pförtnerampeln machtlos; im Gegenteil, sie produzieren mehr Dauerstaus und damit mehr Feinstaubbelastung.“

8. Warum sollen die Dresdner Sie wählen?

Markus Ulbig: „Weil Erfahrung und Sachkunde zählt. Den längsten Teil meines Berufslebens, insgesamt 17 Jahre, war ich in der kommunalen Arbeit tätig, davon 8 Jahre als Oberbürgermeister von Pirna. Das waren wichtige Lehrjahre.“

Eva-Maria Stange: „Mein Ziel ist es, gemeinsam mit den Dresdnerinnen und Dresdnern unsere Stadt sozial, bürgernah, weltoffen, modern und wirtschaftsstark zu gestalten. Dazu sollen die reichen Potenziale der Stadt - ihrer Menschen und Institutionen, der Wissenschaft und Kreativität -herausgefordert und entwickelt werden. Ich will Dresden mit allen hier lebenden Menschen zu einer lebenswerten europäische Metropole mit internationaler Ausstrahlung und Anziehungskraft gestalten. Dafür stelle ich mich den Wählerinnen und Wählern.“

Stefan Vogel: "Weil ich meine Geburts- und Heimatstadt liebe und weiß, wie Dresdner denken und was sie wollen. Weil ich beruflich - ohne Politik - immer erfolgreich war und damit unbelastet, politisch unverbraucht und außerdem auch persönlich wie wirtschaftlich unabhängig bin. OB in Dresden ist die schönste und größte berufliche Herausforderung, die Dresden zu bieten hat. Ich bin gerne Verantwortungs- und Entscheidungsträger, sehe die Aufgaben wie Defizite und setze die richtigen Prioritäten. Ich bin glaubwürdig und kompetent, habe keine Berührungsängste und bin nicht beratungsresistent. Ich bin seit vielen Jahren begeisterter Dienstleister, diese Mentalität lebe ich auch als Kommunalpolitiker und künftiger OB. Weil mit mir nicht das Dilemma um das Nanoelektronikzentrum passiert wäre, welches nun vor der drohenden Insolvenz mit Steuergeldern gerettet werden muss. Weil ich nicht nur die Alternative sondern die beste Lösung für Dresden bin! Wetten, dass?“

Dirk Hilbert: „Weil ich es kann! Ich habe mehrfach die Grabenkämpfe im Stadtrat zielführend moderiert. Ich verfüge über 14 Jahre Erfahrung als Kommunalpolitiker. Ich bin in Dresden geboren und hier zu Hause. Mein Herz gehört der Stadt und den Dresdnern. Ich bin unabhängig und keiner Partei verpflichtet. Meine Herzensangelegenheiten sind keine Visionen. Jeder einzelne Punkt ist innerhalb kurzer Zeit realisierbar.“

Lara Liqueur: „Die Dresdner werden mich wählen, weil die Dresdner mich wählen werden. Da mein Wahlsieg längst feststeht, brauche ich mir hier keinen anstrengenden Spruch mehr auszudenken. Ich danke Ihnen fürs Gespräch. Bitte lassen Sie sich einen Termin von meinem Büro geben zwecks Anschlussverwendung ab Montag geben (wo ich alle anderen Zeitungen in der Stadt verbieten werde).“

Tatjana Festerling: „Weil ich - im Gegensatz zu allen anderen Partei-Kandidaten - wirklich eine freie und unabhängige Kandidatin bin, die sich weder sozialistischen Ideologien beugt noch im liberallala Kleidchen Worthülsen verstreut. Weil ich hartnäckig Antworten auf Fragen verlange, die gestellt werden müssen, wenn wir Missstände, z.B. gestiegene Kriminalität in der Stadt beseitigen wollen. Dresden kann nur über Parteigrenzen hinweg zu Lösungen kommen und so für uns alle gewinnen. Und - weil ich es ausdrücklich begrüße, wenn auch städtische und betriebliche Angestellte ihr demokratisches Grundrecht auf Versammlung und Demonstration im Rahmen der Gesetze friedlich wahrnehmen.“

Fotos: Eric Münch, imago/Sven Ellger, Steffen Füssel, Ove Landgraf, Thomas Türpe

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