Obdachlose angezündet: Mann (47) nach Brand-Attacke gestorben

Berlin - Diese Tat schockte nicht nur Berlin. Im Juli hatte ein Mann zwei Obdachlose (47/62) an ihrem Lagerplatz auf dem Cajamarca-Platz in Berlin-Schöneweide mit Benzin übergossen und angezündet. Aufmerksame Zeugen löschten die brennenden Männer mit dem Feuerlöscher aus einem benachbarten Imbiss (TAG24 berichtete).

Beamte der Spurensicherung am Tatort S-Bahnhof Schöneweide.
Beamte der Spurensicherung am Tatort S-Bahnhof Schöneweide.

Vier Monate später nun die traurige Nachricht: Einer der Männer hat die Tat nicht überlebt. Der 47-Jährige starb am Freitag, wie das Unfallkrankenhaus Berlin am Dienstag auf Anfrage mitteilte.

Laut Staatsanwaltschaft soll eine Obduktion jetzt die Todesursache klären. Der 47-Jährige war im Juli mit schweren Verbrennungen in die Klinik gebracht worden. Er wurde über Wochen intensivmedizinisch betreut und mehrfach operiert. Das zweite Opfer wurde zwei Wochen nach der Tat aus dem Krankenhaus entlassen (TAG24 berichtete).

Gegen einen Tatverdächtigen wurde Anklage wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erhoben, wie die Anklagebehörde mitteilte. Der 48-Jährige soll die Obdachlosen aus Wut und Verärgerung nach einem Streit mit Benzin übergossen und angezündet haben.

Laut Staatsanwaltschaft kann sich der Anklagepunkt versuchter Totschlag noch ändern. Der Obdachlose sei erst nach der Anklageerhebung gestorben, der unmittelbare Zusammenhang zwischen Brandverletzungen und Tod noch nicht erwiesen.

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