Obdachlose mit Benzin übergossen und angezündet: Jetzt muss der Brandstifter vor Gericht

Berlin - Die Tat machte fassungslos: Zwei Obdachlose hatten im Juli ihr Lager auf dem Cajamarca-Platz in Berlin-Schöneweide aufgeschlagen. Während sie schliefen, übergoss ein Mann sie mit Benzin und zündete sie an.

Beamte der Spurensicherung am Tatort S-Bahnhof Schöneweide.
Beamte der Spurensicherung am Tatort S-Bahnhof Schöneweide.

Nun, knapp sechs Monate nach dem Brandanschlag, muss sich ein 48-Jähriger vor Gericht verantworten. Am Dienstag (9 Uhr) beginnt vor dem Landgericht Berlin unter anderem wegen Totschlags und versuchten Totschlags der Prozess.

Einer der Männer hatte die Attacke nicht überlebt. Der 47-Jährige starb vier Monate nach der Attacke im Krankenhaus. Der Mann wurde damals mit schweren Verbrennungen in die Klinik gebracht worden. Er wurde über Wochen intensivmedizinisch betreut und mehrfach operiert. Das zweite Opfer, ein 62-jähriger Mann, wurde zwei Wochen nach der Tat aus dem Krankenhaus entlassen. Er erlitt leichte Verbrennungen.

Der Angeklagte soll die Opfer im Juli 2018 nach einem Streit aus Wut attackiert haben. Demnach soll der Deutsch-Russe in den Wochen vor der Tat mehrfach mit den Opfern gezecht haben.

Brandspuren sind nach dem Angriff am S-Bahnhof Schöneweide zu sehen.
Brandspuren sind nach dem Angriff am S-Bahnhof Schöneweide zu sehen.  © DPA

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