Sie versuchten einen Obdachlosen anzuzünden: Jetzt stehen sie wieder vor Gericht

Die Angeklagten beim Prozess um den schlafenden Obdachlosen im Juni 2017.
Die Angeklagten beim Prozess um den schlafenden Obdachlosen im Juni 2017.  © DPA

Berlin - Im Dezember 2016 hatten sie versucht einen schlafenden Obdachlosen im U-Bahnhof Schönleinstraße anzuzünden. Der Fall sorgte bundesweit für Entsetzen (TAG24 berichtete). Jetzt stehen zwei Mittäter erneut vor Gericht.

Eine Gerichtssprecherin bestätigte einen Artikel des Tagesspiegels. Im November 2017 sind die beiden Flüchtlinge demnach wieder straffällig geworden.

Die 18 und 19 Jahre alten Männer sollen in der Nähe des Alexanderplatzes versucht haben, einen Mann auszurauben. Das Objekt der Begierde: Seine teure Armbanduhr.

Dabei bedrohten sie ihn mit einem Messer und einer Glasflasche. Nun wurde erneut Anklage erhoben. Dabei wurden die beiden Syrer im Juni 2017 wegen Beihilfe zu versuchter gefährlicher Körperverletzung zu jeweils acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Der Hauptangeklagte, der die Kopfunterlage des schlafenden Obdachlosen angezündet hatte, bekam zwei Jahre und neun Monate Haft (TAG24 berichtete). Die Begleiter hielten ihn von der Tat nicht nur nicht ab, sondern lachten auch noch über ihr Opfer. Passanten konnten schließlich Schlimmeres verhindern.

Sollte der versuchte Raubüberfall vom November 2017 zu einem Urteil führen, wäre auch die Bewährung aus dem damaligen Urteil hinfällig.


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