Kölner Klüngel-Affäre: Jetzt schießt OB Reker scharf

Köln - In der "Klüngel-Affäre" um die Stadtwerke Köln hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) schwere Vorwürfe erhoben.

Henriette Reker beteuert, nichts von den Plänen gewusst zu haben, eine Manager-Position bei den Kölner Stadtwerken für Martin Börschel zu schaffen.
Henriette Reker beteuert, nichts von den Plänen gewusst zu haben, eine Manager-Position bei den Kölner Stadtwerken für Martin Börschel zu schaffen.  © DPA

Die örtlichen Spitzen von SPD, CDU und Grünen hätten versucht, "überfallartig" die hoch dotierte Position eines hauptamtlichen Geschäftsführers im Stadtwerke-Konzern zu schaffen, sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag).

Es sei versucht worden, sie und andere Aufsichtsratsmitglieder der Stadtwerke zu hintergehen und schnell Fakten zu schaffen.

Der Posten sollte mit dem SPD-Politiker Martin Börschel besetzt werden. Das hatte Reker Ende April zunächst gestoppt (TAG24 berichtete).

"Was geplant war, wusste ich nicht, weil man mir trotz wiederholter Aufforderung die Vorlage nicht vorab geben wollte", kritisierte Reker.

Sie habe "den empörenden Vorgang" mit ihrer Intervention erst ans Tageslicht gebracht. "Auf diese Weise stellen wir das Klüngeln ab."

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0