Stichwahl im Oktober: Wahlkampf ums OB-Amt geht in neue Runde

Berlin - Nach der Oberbürgermeisterwahl in Potsdam geht der Wahlkampf in eine neue Runde. Weil kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit erreichte, soll es am 14. Oktober eine Stichwahl geben.

Bundesverbraucherschutzminsterin Katarina Barley neben Oberbürgermeister-Kandidat Mike Schubert.
Bundesverbraucherschutzminsterin Katarina Barley neben Oberbürgermeister-Kandidat Mike Schubert.  © DPA

Dann können die rund 140.000 Wahlberechtigten zwischen den Kandidaten der SPD und der Linkspartei auswählen.

Im ersten Wahlgang schnitt am besten der SPD-Kandidat Mike Schubert (45) ab. Der Sozial- und Ordnungsdezernent kam auf 32,2 Prozent der Stimmen. Mit größerem Abstand folgte die Kandidatin der Linkspartei, Martina Trauth (53). Sie erreichte 19,1 Prozent. Trauth ist als Gleichstellungsbeauftragte in der Stadtverwaltung tätig.

Schubert kündigte an, in den kommenden drei Wochen für eine hohe Wahlbeteiligung bei der Stichwahl kämpfen zu wollen. Inhaltlich wolle er weiter auf das Thema behutsame Stadtentwicklung setzen, sagte er bei einer Wahlparty im Potsdamer Rathaus. Trauth sagte, sie wolle weiter mit ihrer Forderung nach bezahlbaren Wohnraum überzeugen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 53,0 Prozent und damit deutlich höher als vor acht Jahren. Der bisherige Oberbürgermeister Jann Jakobs (64, SPD) war nach 16 Jahren an der Spitze der Landeshauptstadt nicht mehr angetreten.

Auf dem dritten Platz landete der CDU-Kandidat Götz Friederich mit 17,4 Prozent der Stimmen. Lutz Boede von der Wählergruppe Die Andere erhielt 11,4 Prozent. Der Kandidat der AfD, Dennis Hohloch, folgte mit 11,1 Prozent. Janny Armbruster von den Grünen kam auf 8,9 Prozent.

Titelfoto: DPA


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