Kaffee war gestern: Jetzt kommt der Lukefuck

Ebersbach - Ä Schälchen Heeßen aus heimischem Anbau? Das wird den Kaffeesachsen trotz drohendem Klimawandel nicht so schnell gelingen. Doch in der Oberlausitz wird jetzt ein schmackhafter Kaffeeersatz aus Lupinen hergestellt: Dieser "Lukefuck" wird demnächst auf der "Grünen Woche" vorgestellt.

Roher (li.) und gerösteter Kaffee.
Roher (li.) und gerösteter Kaffee.  © Thomas Türpe

Mit Kaffee in allen Variationen kennt sich Simone Scholz vorzüglich aus: sie betreibt in Ebersbach ein Kaffeemuseum, eine Rösterei und einen Laden, in dem sie auserlesene Bohnensorten des aromatischen Heißgetränks aus aller Herren Länder in Tüten verkauft. Und in der wärmeren Jahreszeit betreibt sie ein Café.

Das ermutigte Biobauer Wobst aus der Nachbarschaft, mal bei der Expertin nachzufragen. Denn der hatte Weiße Süßlupine angepflanzt und mehr als reichlich von den erbsengroßen Samen geerntet. Der wird als Futter, in einigen Ländern auch als Delikatesse genutzt. Und zu schlechten Zeiten soll das auch ein Ersatzkaffee gewesen sein.

Simone Scholz brauchte nicht sehr lange, um die richtige Temperatur und Röstzeit herauszufinden: "Wir waren auch neugierig, wie das Getränk in den Kaffeerunden ankommt. Wir erhielten viel Zustimmung - es schmeckt ähnlich wie Muckefuck." Wegen der Lupine wurde "Lukefuck" draus.

Weil die Nachfrage nach koffeinfreien oder bioangebauten Pflanzen-Kaffees im Trend liegt, wird der Lukefuck auch auf der Grünen Woche vorgestellt - am Stand der Marketinggesellschaft Oberlausitz.

Info: spree-museumshof.de

Ein Tässchen in Ehren würde Kaffee-Expertin Simone Scholz (53) niemals verwehren.
Ein Tässchen in Ehren würde Kaffee-Expertin Simone Scholz (53) niemals verwehren.  © Thomas Türpe
Röstfrisch schmecken die Bohnen natürlich am besten.
Röstfrisch schmecken die Bohnen natürlich am besten.  © Thomas Türpe
Von außen kaum zu erahnen: In diesem Haus befindet sich das Ebersbacher Kaffeemuseum.
Von außen kaum zu erahnen: In diesem Haus befindet sich das Ebersbacher Kaffeemuseum.  © Thomas Türpe

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