Futter für die Fichtelbergbahn: 240 Tonnen Steinkohle rollen ins Erzgebirge

Von Christof Heyden

Oberwiesenthal - Da lacht das Herz der Dampflok-Fans: Beste Steinkohle aus Oberschlesien ist per Güterzug ins Erzgebirge gerollt. Kraftfutter pur für die Stahlrösser der Fichtelbergbahn.

Kohlelieferung für die Fichtelbergbahn: Der Güterzug tuckerte über das Viadukt bei Raschau-Markersbach, weil die Zschopautalstrecke derzeit gesperrt ist.
Kohlelieferung für die Fichtelbergbahn: Der Güterzug tuckerte über das Viadukt bei Raschau-Markersbach, weil die Zschopautalstrecke derzeit gesperrt ist.  © Christof Heyden

Der Transport überquerte das Viadukt bei Raschau-Markersbach. "Sonst nutzen wir die Route über Flöha entlang der Zschopau, doch durch Gleiserneuerungen befahren wir dieses Mal diese Strecke", so Uwe Schulze (49), Zugleiter bei der Fichtelbergbahn Oberwiesenthal.

240 Tonnen Steinkohle schafften die Sachsen für ihre Lokomotiven heran. Unterstützt wurden sie von Kollegen der Pressnitztalbahn. Im Bahnhof Cranzahl entlud Gunter Piltz die schwarze Energie aus dem Bauch der Wagen auf den Kohleplatz. Knapp 300-mal löffelte er mit dem Baggerarm.

Den aus dem oberschlesischen Steinkohlerevier stammenden Brennstoff kaufen die Erzgebirger bei einem Großhändler in Forst ein. "Vier Mal im Jahr verkehrt dieser Zug, etwa drei Monate füttern wir damit unsere Maschinen mit Kohle bester Qualität", erklärt Uwe Schulze.

Zwei Diesellokomotiven mit je 1.500 PS der Baureihe BR 110 waren den neun Waggons vorgespannt, die von den Fachleuten als Emil (Fachjargon für Zweiachser) und Emil-Anton (für Vierachser) bezeichnet werden.

"Heutzutage rollt nur ein Güterzug im Quartal, früher, als ich meine Ausbildung zum Lokführer machte, verkehrten zwischen Chemnitz und Annaberg täglich sieben Zugpaare, darunter auch immer ein Kohlezug. Das war noch Berufsverkehr", erinnert sich der Bärensteiner gern zurück.

Uwe Schulze (49) leitete die Rangierarbeiten beim Entladen der Kohlelieferung.
Uwe Schulze (49) leitete die Rangierarbeiten beim Entladen der Kohlelieferung.  © Christof Heyden
240 Tonnen Steinkohle wurden umgeladen, damit die Fichtelbergbahn weiter dampfen kann.
240 Tonnen Steinkohle wurden umgeladen, damit die Fichtelbergbahn weiter dampfen kann.  © Christof Heyden

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